Memorandum

Mittelständische Unternehmen der chemischen Industrie befürworten TTIP

Die intensiven Handelsbeziehungen mit den USA tragen dazu bei, dass der Mittelstand der Chemie in Deutschland überdurchschnittlich gut bezahlte Arbeitsplätze schafft und sichert. Die Abschaffung von Zöllen, die Kooperation bei zukünftigen Rahmenbedingungen sowie wirksame Regeln zum Investorenschutz sind daher wichtige Anliegen besonders auch für den Mittelstand der Branche. In einem Memorandum beziehen mittelständische Chemieunternehmen dazu klar Position.

Mittelständische Chemieunternehmen machen sich in einem gemeinsamen Memorandum für TTIP stark. - Foto: © Adam Tomasik - Fotolia
Mittelständische Chemieunternehmen machen sich in einem gemeinsamen Memorandum für TTIP stark. - Foto: © Adam Tomasik - Fotolia

Wir Unternehmer aus dem Mittelstand der chemischen Industrie unterstützen die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) aus voller Überzeugung. Die Zeit ist reif für TTIP!

Die USA sind für die deutsche Chemie der wichtigste Auslandsmarkt außerhalb der EU. Die Branche exportierte im vergangenen Jahr Waren im Wert von rund 15 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Unser Überschuss im transatlantischen Handel beträgt über 4 Milliarden Euro. Die intensiven Handelsbeziehungen mit den USA tragen dazu bei, dass der Mittelstand der Chemie in Deutschland überdurchschnittlich gut bezahlte Arbeitsplätze schafft und sichert.

Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, brauchen wir offene Märkte. Trotz der kontrovers geführten Diskussionen in Politik und Gesellschaft zu TTIP ist die künftig größte Freihandelszone der Welt ein wichtiger Baustein dazu. Die Abschaffung von Zöllen, die Kooperation bei zukünftigen Rahmenbedingungen sowie wirksame Regeln zum Investorenschutz – insbesondere für den Mittelstand – sind wichtige Anliegen der Branche.

  • Zölle: Deutsche Unternehmen zahlen jährlich etwa 140 Millionen Euro Zölle für ihre Exporte von Chemie- und Pharmaprodukten in die USA. Umgekehrt zahlen amerikanische Lieferanten rund 230 Millionen Euro Zölle für ihre Exporte nach Deutschland. Dies verteuert unnötig unsere Vorprodukte, die wir von dort beziehen.
  • Regulatorische Kooperation: Die Chance einer regulatorischen Kooperation eröffnet immense Möglichkeiten: Bei bestehenden Regulierungen kann Doppelarbeit und Bürokratie vermieden werden. So lassen sich Standards zur Kennzeichnung oder der Qualitätssicherung in der Chemie – sofern sie vergleichbar sind – gegenseitig problemlos anerkennen. Bei zukünftiger Regulierung können transparente Konsultationen zu einer langfristigen regulatorischen Konvergenz führen – unter Beibehaltung der regulatorischen Autonomie diesseits und jenseits des Atlantiks.
  • Investorenschutz: Für den Mittelstand ist der Investorenschutz besonders wichtig. Gerade kleine und mittlere Betriebe können sich den aufwändigen Rechtsbeistand, der etwa bei der Anmeldung von rechtlichen Ansprüchen in den USA notwendig ist, nicht leisten. Einfache und transparente Regeln zum Investorenschutz sind deshalb besonders für den Mittelstand ein Gewinn. Eine Herausnahme des Themenkomplexes aus den Verhandlungen kommt einer „Vogel-Strauß-Politik“ gleich und wäre der falsche Weg. Aber auch wir sehen Reformbedarf beim Instrument der Investor-Staat-Schiedsgerichtsverfahren. Ein Ansatz könnte sein, einen internationalen Gerichtshof als dauerhafte Instanz einer Revision ins Leben zu rufen.

Wir appellieren daher an die Politik, sich für einen erfolgreichen Abschluss von TTIP einzusetzen. TTIP eröffnet die historische Chance, einen starken transatlantischen Wirtschaftsraum zu schaffen. Mit mehr Wachstum und Wohlstand für Deutschland und Europa.

Der Chemie-Mittelstand sagt Ja zu TTIP.
Nutzen wir diese historische Chance!

Folgende Unternehmen unterstützen diesen Aufruf:

AbbVie Deutschland GmbH & Co.KG
ADVANSA GmbH
Allessa GmbH
Börlind Gesellschaft für kosmetische Erzeugnisse mbH
BÜFA GmbH & Co. KG
Cordenka GmbH & Co. KG
Crespel & Deiters GmbH & Co. KG
CSC JÄKLECHEMIE GmbH & Co. KG
Cyberbond Europe GmbH
DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA
Deutsche Homöopathie-Union DHU-Arzneimittel GmbH & Co. KG
Dr. Paul Lohmann GmbH KG
Dr. Rimpler GmbH
Dyckerhoff GmbH
DYMAX Europe GmbH
Emil Frei GmbH & Co. KG
EMS-CHEMIE (Neumünster) GmbH & Co. KG
Ernst Diegel GmbH
Follmann Chemie GmbH
GELITA AG
Greiner Bio-One GmbH
GXC Coatings GmbH
HOBUM Oleochemicals GmbH
IBU-tec advanced materials AG
Kelheim Fibres GmbH
KEMPER SYSTEM GmbH & Co. KG
Kiesel Bauchemie GmbH u. Co. KG
KLEBCHEMIE M. G. Becker GmbH & Co. KG
KÖSTER BAUCHEMIE AG
Krahn Chemie GmbH
LANKWITZER LACKFABRIK GmbH
Lehmann & Voss & Co. KG
LUGATO GmbH & Co KG
MOTIP DUPLI GmbH
Nabaltec AG
W. Neudorff GmbH KG
ORGANICA Feinchemie GmbH
Panacol-Elosol GmbH
Paul Bauder GmbH & Co. KG
Peter Greven Physioderm GmbH
Peter-Lacke GmbH
PETROFER CHEMIE H. R. Fischer GmbH & Co KG
PHARMORGANA GmbH
Poliboy-Werk Emigholz & Brandt GmbH
Reimbold&Strick Handels- u. Entwicklungsges. f. chemisch-keramische Produkte mbH
REPHA GmbH Biologische Arzneimittel
SANUM-KEHLBECK GmbH & Co. KG
SCHÖNOX GMBH
Sherwin-Williams Deutschland GmbH
Sika Deutschland GmbH
Steuler-Gruppe
Trevira GmbH
wedi GmbH
WeylChem Frankfurt GmbH
Worlée-Chemie GmbH

"Warum wir TTIP unterstützen"

Mit Statements zum Nutzen für ihr jeweiliges Unternehmen machen die Lenker mittelständischer Chemieunternehmen ihr Votum anschaulich. Hier geht es zur Zusammenstellung.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Martin Stuhl

E-Mail: stuhl@vci.de

Norbert Theihs

E-Mail: theihs@berlin.vci.de