Bündnis „Zukunft der Industrie“ geht an den Start

Offensive für mehr Investitionen und Arbeitsplätze

Bundesminister Sigmar Gabriel hat am 3. März gemeinsam mit Gewerkschaften und Unternehmensverbänden das Bündnis „Zukunft der Industrie“ ins Leben gerufen. Zu seiner Gründung hatte Gabriel Ende November 2014 zusammen mit dem IG-Metall-Vorsitzenden Detlef Wetzel und dem BDI-Präsidenten Ulrich Grillo aufgerufen. Auf der konstituierenden Sitzung im Bundeswirtschaftsministerium beschlossen die Partner Eckpunkte zu Struktur und Arbeitsweise und legten die inhaltlichen Schwerpunkte fest. Der VCI ist einer von 14 Bündnispartnern.

Das Bündnis „Zukunft der Industrie“ umfasst 14 Mitglieder. Die hochrangigen Vertreter repräsentieren IG Metall, IG BAU, IG BCE, DGB, BDI, BAVC, BDA, Gesamtmetall, HDB, VCI, VDA, VDMA, ZVEI und das BMWi. - Foto: © © BMWi - Susanne Eriksson
Das Bündnis „Zukunft der Industrie“ umfasst 14 Mitglieder. Die hochrangigen Vertreter repräsentieren IG Metall, IG BAU, IG BCE, DGB, BDI, BAVC, BDA, Gesamtmetall, HDB, VCI, VDA, VDMA, ZVEI und das BMWi. - Foto: © © BMWi - Susanne Eriksson

In einer gemeinsamen Erklärung haben die Partner das übergeordnete Ziel des Bündnisses festgehalten. „Wir werden alles dafür tun, um wieder mehr und bessere Industriearbeitsplätze in Deutschland zu schaffen. Die Bedeutung der industriellen Wertschöpfung für Wohlstand und Beschäftigung und die Voraussetzungen für den Erhalt unserer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit müssen der Öffentlichkeit verdeutlicht werden.“ Entscheidend dafür sei, dass die Wertschöpfungsketten insgesamt betrachtet würden. Innerhalb des Bündnisses sollen Strategien zum Erhalt und Ausbau dieser branchenübergreifenden Wertschöpfungsketten entworfen werden. Außerdem will das Bündnis darauf hinwirken, dass Sozialpartnerschaft und Tarifautonomie auch künftig die Wirtschaft in Deutschland prägen.

Auch ihre Aufgabenstellung haben die 14 Bündnispartner in der gemeinsamen Erklärung definiert. Sie betonen dabei ausdrücklich, dass dies unabhängig von unterschiedlichen Interessen, Präferenzen und Aufträgen geschieht: „Vor dem Hintergrund verschiedener Megatrends wie zum Beispiel dem demografischen und gesellschaftlichen Wandel, der Energiewende, der Digitalisierung und der Globalisierung sowie spezifischer Belange einzelner Branchen sehen wir es als unsere gemeinsame Aufgabe an, politische, unternehmerische und gesellschaftliche Weichenstellungen so vorzunehmen, dass die industrielle Entwicklung am Standort Deutschland auch in Zukunft eine Erfolgsgeschichte bleibt. Das Zusammenwirken von branchenübergreifender Sozialpartnerschaft, Mitbestimmung und der Erhalt der Wertschöpfungsketten müssen jedoch immer wieder aufs Neue erarbeitet werden.“

In fünf Arbeitsgruppen sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Eine High-level Group des Bündnisses – bestehend aus Bundesminister Gabriel und den Vorsitzenden und Präsidenten der beteiligten Gewerkschaften und Unternehmensverbände – berät regelmäßig darüber. Ihr nächstes Treffen soll im Herbst 2015 stattfinden. Dann sollen bereits erste Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen diskutiert werden. Die Partner verabredeten außerdem, ein Netzwerk „Zukunft der Industrie“ bis zum Sommer einzurichten. Dieses soll eine industrie- und gesellschaftspolitische Diskussion über Bedeutung und Rolle der Industrie und die Voraussetzungen für ihre erfolgreiche Tätigkeit anstoßen.


Die Kernthemen des Bündnisses Zukunft der Industrie

Unter Einbeziehung bereits bestehender Initiativen und Aktivitäten sollen verschiedene Arbeitsgruppen konkrete Handlungsempfehlungen zu fünf Schwerpunktthemen erstellen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Herausforderungen für die Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunft der Industrie sowie der industriellen Arbeitsplätze in Deutschland systematisch und kooperativ anzugehen und dafür Lösungen zu finden. Die Themen sind:

  • Akzeptanz der Industrie in unserer Gesellschaft (Leitung VCI/IG BCE)
  • Stärkung der Investitionstätigkeit
  • Zukunft der Arbeit in der Industrie und industrienahen Dienstleistungsbereichen
  • Wertschöpfungsstrukturen der Zukunft
  • Internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.

Strukturpapier und Erklärung können Sie im Downloadbereich im Kopf dieser Seite herunterladen.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Stud. Ass. Manfred Ritz

E-Mail: ritz@vci.de