Fortschrittsverweigerung gefährdet Wettbewerbsfähigkeit

VCI-Präsident Engel ruft zum Ausbau industrieller Stärken auf

VCI-Präsident Dr. Klaus Engel hielt an der Ruhr-Universität einen Vortrag über die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie. Vor über 300 geladenen Gästen und Studenten betonte er die Bedeutung der klassischen Industrien. Nur durch die „Old Economy“ könne Deutschland auch künftig wettbewerbsfähig bleiben. Engel selbst studierte und promovierte an der Ruhr-Universität in Chemie.​

Es habe sich gezeigt, dass Dienstleistungen ohne eine industrielle Basis Strukturprobleme nicht lösen könnten. Engel warnte deshalb davor, die Industrie leichtfertig aufzugeben. Sie sei der Motor der wirtschaftlichen Erholung. Der Aufbau industrieller Kompetenz dauere mehrere Jahrzehnte, oft sogar mehrere Generationen. „Was einmal weg ist, ist praktisch immer weg“, so der VCI-Präsident.

Diese bittere Erfahrung habe Deutschland zum Beispiel in der Unterhaltungselektronik gemacht. Auch gebe es keine Aussicht, die Fertigung von Produkten der digitalen Revolution wie Computer, Bildschirme oder Mobiltelefone nach Deutschland zu holen. Deshalb müsse man alles daransetzen, die verbliebenen industriellen Stärken auszubauen. Nur so könne man Wachstum und Beschäftigung fördern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Dazu sind nach Auffassung Engels vor allem drei Dinge notwendig: Forschung, Bildung und Investitionen. So gehörten zu einer modernen Industriepolitik neben der Projektförderung von Schüsseltechnologien auch eine steuerliche Forschungsförderung. Zudem seien noch mehr Investitionen in die Bildung und Infrastruktur Deutschlands notwendig. Und noch etwas stellte Engel heraus: Planungssicherheit ist das Fundament für Investitionen, Wachstum und Beschäftigung. Wenn verbindliche Regierungszusagen und sogar Bundesgesetze plötzlich in Frage gestellt würden, wackele die Grundlage für jegliches wirtschaftliche Handeln.

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