Industrieland Deutschland stärken

Grundlinien einer nachhaltigen Industriepolitik

Die Empfehlungen des VCI für ein starkes Industrieland im Jahr 2020 - unser Beitrag im Dialog zwischen Politik, Gesellschaft und Industrie

Gemeinsam mit unseren Partnern aus der Industrie wollen wir einen industriepolitischen Dialog mit Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen führen, um die Bedeutung einer starken Industrie für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands zu diskutieren. Mit der Politik wollen wir konkrete Ziele und Maßnahmen für einen modernen und wettbewerbsfähigen Industriestandort im Jahr 2020 erarbeiten. Die zentralen Ziele aus Sicht der chemischen Industrie sind dabei:

  • den Ordnungsrahmen der sozialen Marktwirtschaft erhalten und weiterentwickeln
  • nachhaltige Sicherung der Energieversorgung, nachhaltiger Klimaschutz und nachhaltige Steigerung der Energieeffizienz
  • nachhaltige Sicherung der Rohstoffversorgung und Steigerung der Ressourceneffizienz
  • nachhaltiger Umwelt- und Verbraucherschutz, wettbewerbsfähige Regulierungen und wissenschaftlich fundiertes Risikomanagement
  • Stärkung des Forschungs- und Innovationsstandorts
  • Verbesserung des Bildungssystems und des Zugangs zu qualifizierten Mitarbeitern
  • Freier Welthandel in einer nachhaltigen Weltwirtschaftsordnung
  • Optimierung und Modernisierung der Infrastruktur und des Verkehrs
  • Vereinfachung des Steuersystems, Verschlankung des Staates

Die Industriepolitik muss bestimmte Grundsätze beachten:

1. Mit einem industriepolitischen Gesamtkonzept gegen die Krise angehen
Industriepolitik ist eine Querschnittsaufgabe. Besser aufeinander abgestimmte Ressortpolitiken in Deutschland und Europa sind unabdingbar für eine Erholung der deutschen Industrie. Am wichtigsten sind dabei bessere Forschungsbedingungen, die Ausbildung von qualifiziertem Nachwuchs, eine wettbewerbsfähige Energie- und Rohstoffversorgung, der Ausbau der Infrastruktur und die weitere Abschaffung von Handelshemmnissen im In- und Ausland. Da wesentliche Rahmenbedingungen der Industrie in Brüssel gesetzt werden, muss Deutschland als größtes Industrieland Europas dabei auch zum Anwalt der Industrie in der EU werden.

2. Auf interventionistische und protektionistische Staatseingriffe verzichten
Industriepolitik sollte sich darauf beschränken, verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu setzen. Protektionismus und Interventionismus mögen kurzfristig einzelnen Unternehmen oder Branchen helfen, langfristig schaden sie der Industrie und dem gesamten Land. Selektive Eingriffe darf es nur in Ausnahmefällen geben, die stichhaltig begründet werden müssen.

3. Nachhaltige Industriepolitik statt einseitiger Zielsetzungen
Industriepolitik muss ausgewogen ökonomischen, ökologischen und sozialen Werten folgen, statt einseitig ökologisch ausgerichtet zu sein. Nur mit einer wettbewerbsfähigen Industrie können ökologische und soziale Ziele verwirklicht werden.

4. Sachverstand der Industrie nutzen
Gute Industriepolitik berücksichtigt die wirtschaftlichen Auswirkungen von Gesetzen. Die Industrie kennt diese Auswirkungen am besten. Diese Expertise sollte sich die Politik bei der Erarbeitung eines industriepolitischen Ansatzes zu Nutzen machen.

In unserem Positionspapier stellen wir zu den neun Zielen gegenüber,

  • wo das Industrieland Deutschland heute steht
  • welchen Herausforderungen Industrie und Gesellschaft bis 2020 gegenüberstehen
  • und welche Rahmenbedingungen wir im Jahr 2020 haben müssen, damit wir einen der wettbewerbsfähigsten Industriestandorte haben.
  • Im Anschluss daran werden wichtige Schritte aufgeführt, damit Politik, Gesellschaft und Industrie gemeinsam ein wettbewerbsfähiges Industrieland Deutschland erhalten und erfolgreich an den Herausforderungen der Zukunft arbeiten.

Das vollständige Positionspapier finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Matthias Blum

E-Mail: mblum@vci.de