Bericht des Präsidenten

Chemie ist Zukunft

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld der Branche entwickelt sich zurzeit sehr dynamisch: Die konjunkturelle Eintrübung geht mit einem Wandel des politischen Mainstreams in Deutschland einher. VCI-Präsident Hans Van Bylen empfahl den Gästen auf der diesjährigen Mitgliederversammlung, sich auf die damit verbundenen Veränderungen einzustellen. Dabei könnten sie sich auf die Stärken der Chemie- und Pharmaindustrie besinnen.

Die VCI-Mitgliederversammlung fand am 26. September 2019 in Berlin statt. - Foto: © VCI/Darchinger
Die VCI-Mitgliederversammlung fand am 26. September 2019 in Berlin statt. - Foto: © VCI/Darchinger

Das Motto seiner VCI-Präsidentschaft „Chemie ist Zukunft: innovativ, digital und verantwortungsvoll“ zog sich als Leitthema durch den ersten Rechenschaftsbericht von Hans Van Bylen auf der Mitgliederversammlung Ende September in Berlin. Darin machte er deutlich, wie zukunftsorientiert die Branche dank qualifizierter Mitarbeiter, hochwertiger Produkte und ihrer Verpflichtung zu verantwortungsvollem Handeln aufgestellt ist. Welche Beiträge die Chemie schon heute leiste, um die Herausforderungen von morgen zu bewältigen, habe er deshalb im Laufe seines ersten Amtsjahrs in vielen Gesprächen mit Politik und Medien immer wieder betont. Jedoch werde es immer schwieriger, damit auch in der Breite durchzudringen.

Zukünftige Branchenausrichtung

„Trotz aller Fortschritte und Erfolge müssen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie wir uns noch besser auf die Rahmenbedingungen in unserem Umfeld einstellen“, stellte Van Bylen klar. Für den Verband gehe es darum, auch neue Wege zu gehen: „Dazu gehört: digitale Plattformen noch stärker nutzen, genauer zuhören und die Erwartungen unserer Kunden und der Gesellschaft noch besser in unsere Strategien einbeziehen.“ Gelinge dies nicht, laufe die Branche Gefahr, ihren Gestaltungsspielraum bei den wirtschaftlichen, regulatorischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen schrittweise einzuengen.

Gestaltungsspielräume genutzt

Dass die bestehenden Spielräume zuletzt im Sinne der Branche genutzt werden konnten, belegte Van Bylen an konkreten Beispielen: So habe das sogenannte Klimakabinett die Einführung eines CO2-Preises in Deutschland auf die noch nicht vom EU-Emissionshandel erfassten Sektoren beschränkt. Zudem liege nach langem Werben nun endlich ein Gesetz zur steuerlichen Forschungsförderung vor. Diese hätte zwar „höher ausfallen“ müssen, doch sei sie „ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, so der VCI-Präsident.

Der Verband habe im zurückliegenden Jahr viele Themen aufgegriffen und im Sinne der Industrie vorangebracht, sagte Van Bylen und dankte allen, die sich mit großem Engagement für die Branche einsetzen: „Ohne Ihre aktive Unterstützung könnte der Verband seine Aufgaben nicht so erfolgreich wahrnehmen.“

Dieser Artikel ist im chemie report 10/2019 erschienen.

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Ansprechpartner

Jenni Glaser

E-Mail: glaser@vci.de