Kongress des ECRN

Hauptgeschaftsführer des VCI auf Konferenz der europäischen Chemieregionen

Neunter Kongress des Europäischen Chemieregionen-Netzwerkes ECRN: Dr. Utz Tillmann betont die Bedeutung der Verzahnung von Struktur- und Industriepolitik.

„Wir brauchen eine Verzahnung von Struktur- und Industriepolitik.“ Dies machte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie, Dr. Utz Tillman auf dem 9. Kongress des ECRN deutlich. Eingeladen hatte Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Prof. Birgitta Wolff. Ziel waren der Austausch im Chemiebereich auf europäischer Ebene sowie eine aktive Diskussion über den künftigen Einsatz der EU-Strukturfonds. Zudem wurden Fragen des demografischen Wandels und der Erhaltung von Fertigkeiten und Wissen als Gemeinschaftsaufgabe von Unternehmen und Politik thematisiert. Weitere Gesprächspunkte waren neue Wege der Innovationspolitik sowie mögliche Beiträge der Chemielogistik zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit.

Bereits vor seinem Vortrag zum Thema „Die Arbeit der High Level Group Chemie und Folgeprozess“ mahnte Dr. Utz Tillmann auf der Pressekonferenz anlässlich des Kongresses des ECRN: „Chemie ist als ,Industrie der Industrie` ein wesentlicher Bestandteil des europäischen Industrienetzwerks. Daher nutzt eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie insgesamt.“ Es sei in der augenblicklichen wirtschaftlichen Situation wichtig, umsichtig mit der Realwirtschaft, insbesondere der Industrie umzugehen, die sich in den Stürmen der Finanzkrisen bisher stets als fester Anker der Konjunktur erwiesen habe.

Die Kongressteilnehmer durften sich auf weitere hochkarätige Redner freuen. Neben Dr. Utz Tillmann sprachen Prof. Dr. Birgitta Wolff (Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft Sachsen-Anhalt und Präsidentin des ECRN), Dr. Andreas Scheuer (Parlamentarischer Staatssekretär, BMVBS), Henning Heidemanns (Staatssekretär, Ministerium für Wirtschaft, Brandenburg) sowie Eric von Breska (Referatsleiter, Europäische Kommission).

Zum Europäischen Chemieregionen-Netzwerk ECRN

Der eingetragene Verein ECRN mit Sitz in Magdeburg vertritt die Interessen von aktuell 21 Chemieregionen aus zehn EU-Mitgliedstaaten. In den vertretenen Regionen von Estland bis nach Spanien spielt die chemische Industrie eine strukturbestimmende Rolle; rund eine Million Menschen sind in diesem Industriezweig beschäftigt. Ziel des Netzwerks ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie und die Bündelung der Interessen bei der Ausgestaltung der EU-Chemiepolitik.