Die Beiträge der Chemie zur Wasserversorgung der Zukunft

Moderne Materialien für sauberes Wasser

In einem neuen Hintergrundpapier erläutert der VCI, welche Beiträge die Chemie zur Wasserversorgung der Zukunft leisten kann. Empfehlungen zur Förderung von Kooperationen und Forschungsprogrammen ergänzen das Papier.

Kostbare Ressource Wasser. - Foto: © Anton Maltsev - Fotolia.com
Kostbare Ressource Wasser. - Foto: © Anton Maltsev - Fotolia.com

Die Weltbevölkerung leidet zunehmend unter Problemen bei der Versorgung mit Wasser. Damit steigt auch die Verantwortung der Industrie für die effiziente Nutzung dieser wertvollen Ressource in den Produktionsprozessen. Hier setzt die chemische Industrie mit ihren Nachhaltigkeitszielen Standards: Sie hat in den vergangenen Jahrzehnten ihren spezifischen Wasserverbrauch deutlich gesenkt. Heute nutzt sie jeden Liter Wasser fast sechsmal. Gleichzeitig macht die Chemie vor allem mit ihren Material-Innovationen immer bessere Produkte und Systeme zur Wasserversorgung, -aufbereitung und -nutzung erst möglich. Beispiele hierfür sind in dem neuen Hintergrundpapier aufgeführt. So bietet die Chemie beispielsweise maßgeschneiderte Lösungen, um über Polymer- oder Keramikmembrane Feststoffe, Metalle und Säuren vom Wasser abzutrennen.

Für industrielle Standorte werden von der Chemieindustrie in Deutschland gemeinsam mit Partnerindustrien in der „Wertschöpfungskette Wasser“ grundlegende Technologien für eine effiziente Wassernutzung in Industrieanlagen entwickelt, erprobt und eingesetzt. Diese orientieren sich beispielsweise am „Zero“- oder „Minimized liquid discharge“-Prinzip. Solche Technologien eignen sich als Blaupause für den Export und können an die jeweiligen lokalen Erfordernisse von Produktionsstandorten angepasst werden.

Neben den Beispielen gibt der VCI in seinem Hintergrundpapier auch Empfehlungen

  • zur Gestaltung von Forschungsförderungsprogrammen der Bundesministerien im Bereich Wassertechnologien,
  • für die Förderung und den Ausbau von Kooperationen und Netzwerken
  • und für technologie- und forschungspolitische Rahmenbedingungen wie die Förderung internationaler Kooperationen zur Technologieentwicklung mit Ländern, die sich großen Herausforderungen in der Wasserversorgung gegenübersehen. Dazu zählen beispielsweise China oder Indien.


Dieser Artikel ist im chemie report 03/2018 erschienen.

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Ansprechpartner

Dr. Martin Reuter

E-Mail: reuter@vci.de