Betrieblicher Infektionsschutz

Nützliches rund um Corona

14. Februar 2022 | Bericht

Ein Überblick des VCI zu geltenden Regelungen bezüglich Quarantäne, EU-Covid-19-Zertifikat und 3G-Regel am Arbeitsplatz.

Die aktuelle Situation der Corona-Pandemie ist weiterhin durch hohe Inzidenzen gekennzeichnet. Eine Trendwende wird zwar im weiteren Verlauf des Februars von vielen Experten erwartet, ist aber noch nicht eingeläutet. © Yakobchuk Olena - stock.adobe.com
Die aktuelle Situation der Corona-Pandemie ist weiterhin durch hohe Inzidenzen gekennzeichnet. Eine Trendwende wird zwar im weiteren Verlauf des Februars von vielen Experten erwartet, ist aber noch nicht eingeläutet. © Yakobchuk Olena - stock.adobe.com

Ein wesentliches Problem der aktuellen Situation besteht durch zeitgleiche Ausfälle der Beschäftigten aufgrund einer Covid-19-Erkrankung oder Quarantäne. Dabei haben auch lokale Entwicklungen einen großen Einfluss auf die konkrete Lage vor Ort. Die konsequente Umsetzung der Schutzmaßnahmen wie Kontaktreduzierung, Abstand, Lüftung, Hygiene, Maskenstrategie und Teststrategie sowie Homeoffice hat mit der Omikron-Variante und der hohen Übertragungsrate nach wie vor eine hohe Bedeutung für den Infektionsschutz und zur Sicherstellung des Betriebsablaufs. Die Virus-Variante überträgt sich besonders leicht von Mensch zu Mensch. Daher ist es wichtig beim Zusammentreffen mit anderen Personen in nicht ausreichend belüfteten Räumen oder wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, FFP2-Masken zu tragen. Die konkreten Maßnahmen müssen Unternehmen in einem Schutzkonzept oder der Gefährdungsbeurteilung festlegen.

Zentraler Baustein der Impfstrategie ist es, möglichst viele durch eine Booster-Impfung sowie Erst- und Zweitimpfungen zu schützen. Für Personen mit einer Auffrischungsimpfung besteht daneben die Möglichkeit von einer Quarantäne ausgenommen zu werden:

Die konkreten Regelungen zur Quarantäne werden von den Bundesländern festgelegt. Als fachliche Grundlage hierfür dienen die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu den Quarantänemaßnahmen:

EU beschränkt digitales COVID-Zertifikat

Seit dem 1. Februar 2022 hat die EU die Gültigkeit des digitalen COVID-Zertifikats für Reisen innerhalb der EU auf neun Monate nach einer Grundimmunisierung (ohne Auffrischimpfung) begrenzt. Nach einer Auffrischungsimpfung hat das Zertifikat zunächst eine technische Gültigkeit von zwölf Monaten. Über die konkrete Gültigkeit nach einer Auffrischimpfung gibt es noch keine Entscheidung der EU, da die Datenlage dazu noch unzureichend ist. Für die innerdeutsche Regelung gibt es noch keine neuen Informationen.

Mit der Anpassung der „Verordnung zur Änderung der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung“ wurde festgelegt, was als Impfnachweis und was als Genesenennachweis anerkannt wird. Auf diese COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung wird im Infektionsschutzgesetz in § 28b bei der 3G-Regelung am Arbeitsplatz verwiesen. Auf der Seite des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) findet sich weiter die Information, dass für einen vollständigen Impfschutz (Grundimmunisierung) zwei Impfdosen erforderlich sind. Derzeit sind keine Angaben zu erforderlichen Auffrischimpfungen und entsprechenden Intervallzeiten veröffentlicht (Stand 8. Februar 2022). Daraus ergibt sich aber auch, dass Mitarbeiter nur mit Durchführung der Booster-Impfung (3. Impfung) auf weitere Anpassungen der Gültigkeit der Impfnachweise vorbereitet sind.

Die Umsetzung der 3G-Regel am Arbeitsplatz war und ist eine organisatorische Herausforderung für die Betriebe. Die Gültigkeit der Impfzertifikate hat Auswirkungen auf die Dokumentation der 3G-Nachweise in den Unternehmen. Zielführend wird daher die Erfassung des Termins der abgeschlossenen Grundimmunisierung und des Termins der Booster-Impfung sein.

Fortlaufend aktualisierte Umsetzungshinweise zur 3G-Regelung am Arbeitsplatz hat das Bundesarbeitsministerium als FAQ veröffentlicht.

Mit der Anpassung des Infektionsschutzgesetzes vom November 2021 wurde die 3G-Regel am Arbeitsplatz, die Pflicht zum Angebot von Homeoffice und die weiteren Vorgaben zum betrieblichen Infektionsschutz in der jetzigen Form eingeführt. Ob die Regelungen über den 19. März 2022 hinaus verlängert werden, ist aktuell noch nicht absehbar. Dies wird von der weiteren Entwicklung in den nächsten Wochen abhängen.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Dipl.-Ing. Bernd Berressem

Kontaktperson

Dipl.-Ing. Bernd Berressem

Arbeitsschutz, Gefahrstoffrecht, Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin