VCI zum Grünbuch „Europäischer Corporate Governance-Rahmen“

Der VCI hat sich in einer Stellungnahme mit den rund 25 Fragen der EU-Kommission zur Verbesserung der europäischen Corporate Governance (Grünbuch vom 5.4.2011) befasst. Der BDI hat unsere Überlegungen in seiner Position aufgegriffen und an die Kommission übermittelt.

Der VCI betont in seiner Stellungnahme, dass eine weitere Verdichtung der Governance-Regeln und damit verbundene zusätzliche Bürokratien für die Unternehmen vermieden werden sollten. Er weist darauf hin, dass die Mehrzahl der im Grünbuch angesprochenen Themen und Fragen bereits im Deutschen Corporate Governance Kodex behandelt werden, dessen Empfehlungen in der Unternehmenspraxis auf breite Akzeptanz stoßen. Die Europäische Union sollte bei der Behandlung von Governance-Themen daher in besonderer Weise das Subsidiaritätsprinzip beachten und Rücksicht auf die bestehenden Kodex-Systeme und Governance-Kulturen nehmen.

Insbesondere gilt es, das einem Kodex immanente und gut funktionierende System der freiwilligen Selbstverpflichtung beizubehalten. Zwingende Corporate-Governance-Regelungen in Form von europäischen Richtlinien oder Verordnungen als Folge des Grünbuchs lehnt der VCI daher ab.

Die vollständige VCI-Stellungnahme vom 20. Juni 2011 steht als Download zur Verfügung.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Tobias Brouwer

E-Mail: brouwer@vci.de

Mehr zum Thema