VCI zum Referentenentwurf des BMF

Bei der Reform der Erbschaftsteuer stimmt die Chemie noch nicht

Der VCI bewertet den Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Erbschaftsteuer zurückhaltend. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann stellte klar, dass die Vorschläge nicht ausreichen, um Arbeitsplätze in mittelständischen und vor allem großen Familienunternehmen zu sichern. Für letztere schaffe die Verdoppelung der Prüfschwelle für die Verschonungsbedarfsprüfung keine Erleichterung.

VCI: Für große Familienunternehmen im Chemie-Mittelstand schaffen die Zugeständnisse des Bundesfinanzministers bei der Erbschaftsteuer noch keine Erleicherung. - Foto: © Finanzfoto - Fotolia.com
VCI: Für große Familienunternehmen im Chemie-Mittelstand schaffen die Zugeständnisse des Bundesfinanzministers bei der Erbschaftsteuer noch keine Erleicherung. - Foto: © Finanzfoto - Fotolia.com

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) bewertet den Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Erbschaftsteuer zurückhaltend. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte: „Die Zugeständnisse von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble reichen bei weitem nicht aus, um Arbeitsplätze in mittelständischen und vor allem großen Familienunternehmen zu sichern.“

Laut Referentenentwurf bleiben rund 98 Prozent aller Unternehmen von der Erbschaftsteuer verschont. Es kommt nach Meinung des VCI-Hauptgeschäftsführers jedoch nicht nur darauf an, dass Unternehmen von der Erbschaftsteuer befreit sind. „Entscheidend ist, dass Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Deutschland gesichert werden. Das gelingt mit dem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums für große Familienunternehmen noch nicht“, kritisierte Tillmann. Für diese Unternehmen schafft die Verdoppelung der Prüfschwelle für die sogenannte Verschonungsbedarfsprüfung keine Erleichterung.


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