Responsible-Care-Wettbewerb 2021 „Unser Beitrag zum Klimaschutz“

Durch innovative Lösungen Effizienz steigern.

08. Februar 2021 | Information

Die EU-Kommission strebt im Rahmen des „Green Deal“ an, Europa bis 2050 zu einem treibhausgasneutralen Kontinent zu führen. Die innovativen Lösungsansätze der Branche sind nun im Responsible-Care-Wettbewerb 2021 gefragt.

Es werden kreative Lösungen gesucht, die das Klima schützen. - Foto: © Chinnapong/stock.adobe.com
Es werden kreative Lösungen gesucht, die das Klima schützen. - Foto: © Chinnapong/stock.adobe.com

Klimaschutz ist zu einem zentralen Anliegen der Gesellschaft und zu einem dominierenden Thema der Politik geworden. Die Europäische Kommission möchte mit dem „European Green Deal“ den Weg hin zu einem treibhausgasneutralen Kontinent bis 2050 ebnen. Die chemische Industrie bekennt sich klar zum Klimaschutz: Sie senkt ihren eigenen Treibhausgasausstoß und trägt mit innovativen Produkten dazu bei, dass auch in anderen Bereichen der Wirtschaft Emissionen eingespart werden können. Die „Studie Roadmap Chemie 2050“ hat gezeigt, dass es möglich ist, bis 2050 treibhausgasneutral zu produzieren. Das liegt aber nicht allein in den Händen der Branche, denn der Transformationsprozess der chemischen Industrie bis zur Treibhausgasneutralität ist mit einem bis zu 11-fach höheren Stromverbrauch verbunden und somit nur gemeinsam mit einem erheblichen Ausbau der erneuerbaren Energien und deren Verteilung realisiert werden kann.

Dass die Branche durch innovative Lösungen bereits ihre Effizienz steigern konnte, zeigen die Zahlen: der absolute Energieeinsatz in der chemisch-pharmazeutischen Industrie heute liegt bei rund 18 Millionen Tonnen Rohöl-Einheiten (ROE). 1990 waren es noch 21,9 Millionen Tonnen ROE. Da die Produktion seit 1990 aber deutlich zunahm, ging der spezifische Energiebedarf (Energieeinsatz pro Produkteinheit) der Branche von 1990 bis heute um mehr als 50% zurück – ein Erfolg von effizienteren Verfahren.

Trotz der bisher erzielten Erfolge ist unsere Branche weiterhin gefragt. Es werden kreative Lösungen benötigt, die das Klima nachhaltig schützen. Auch kleine Beiträge sind Teil eines großen Erfolgs. Das Thema bietet vielfältige Aspekte, die im Zentrum eines Wettbewerbsbeitrages stehen können: Einsparung von Treibhausgasen bei der Produktion; die Steigerung der Energieeffizienz; Optimierte Logistik als Beitrag zum Klimaschutz; Reduzierung von Schadstoffen in die Luft; Projekte zur Reduktion der Scope-3-Emissionen; Kreislaufführung von Treibhausgasen; CO2 als Rohstoff etc.

Neue Kategorie Digitalisierung

In der Industriestrategie der Europäischen Kommission, die im März 2020 in Brüssel vorgelegt wurde, wird gefordert, dass die europäische Industrie digitaler und grüner werden soll. Die Industriestrategie unterstützt den European Green Deal und soll unter anderem Investitionen in schadstoffarme Technologien fördern.

Die Digitalisierung schreitet mit hoher Dynamik weiter voran. Nachhaltiger Konsum sowie nachhaltiges Wirtschaften gewinnen ebenfalls immer stärker an Bedeutung. Die Branche steckt mitten in der digitalen und zirkulären Transformation. Die Industriestrukturen werden sich in den kommenden Jahren deutlich verändern. Unternehmen müssen sich auf das zunehmende Gesundheits- und Umweltbewusstsein der Menschen, den Wunsch nach der Individualisierung von Produkten und geänderte Vorlieben der Konsumenten in einer „Sharing Economy“ einstellen. Die Digitalisierung kann bei nachhaltigen Lösungen helfen und eine zirkuläre Wirtschaft voranbringen.

Wie die Digitalisierung zum Klimaschutz beitragen kann, soll in diesem Jahr die Sonderkategorie „Digitalisierung“ verdeutlichen.

Ablauf des Wettbewerbs

Der Wettbewerb startet auf Landesebene. Jeder Landesverband zeichnet seinen oder seine Sieger aus und meldet den Landessieger in den Bundeswettbewerb. Zusätzlich kann jeder Landesverband je ein Projekt für den Digitalisierungspreis und den Mittelstandspreis nominieren.

Über die Sieger des Bundeswettbewerbs entscheidet eine unabhängige Jury im Sommer 2021.

Ansprechpersonen und Fristen in den VCI-Landesverbänden


Kontakt

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 Martina Schönnenbeck

Kontaktperson

Martina Schönnenbeck

Responsible Care, Innenraumluft, Sustainable Consumption and Production (SCP)