Bessere Brücken mit der Chemie

Projekt „Leitfaden zur Sanierung der Brücken Europas" vorgestellt

Im Rahmen der VCI-Initiative Verkehrsinfrastruktur war der VCI Mitte Oktober in Brüssel Gastgeber für die Präsentation des Projektes „Leitfaden zur Sanierung der Brücken Europas“. Ziel des beteiligten Ingenieursteams ist der erstmalige europaweite Austausch bei diesem Thema. Der VCI setzt sich als transportintensive Industrie aktiv für sichere Verkehrswege in Europa ein. Außerdem sollen in Zukunft bei Brückensanierung und –neubau vermehrt Materialien aus der Chemie zum Einsatz kommen.

Europapolitiker zu Gast beim VCI in Brüssel - von links: MdEP Dr. Markus Pieper (EVP); MdEP Martina Werner (S&D); Johann Friedrich Colsman (Ständige Vertretung Deutschlands bei der EU); Gerd Deimel, Sprecher der VCI-Initiative Verkehrsinfrastruktur - Foto: © VCI/Udwari
Europapolitiker zu Gast beim VCI in Brüssel - von links: MdEP Dr. Markus Pieper (EVP); MdEP Martina Werner (S&D); Johann Friedrich Colsman (Ständige Vertretung Deutschlands bei der EU); Gerd Deimel, Sprecher der VCI-Initiative Verkehrsinfrastruktur - Foto: © VCI/Udwari

Für die Umsetzung des Projektes hat der VCI Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammengeführt. Ein vierköpfiges Ingenieursteam der RWTH Aachen stellte das Projekt unter anderem den Europa-Abgeordneten Martina Werner (S&D, Mitglied im Industrieausschuss) und Dr. Markus Pieper (EVP, Mitglied im Verkehrsausschuss) sowie Johann Friedrich Colsman (Leiter des Referats Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU) vor. Mit organisatorischer Unterstützung des VCI soll der Brücken-Leitfaden jetzt im Rahmen des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) bzw. beim EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 als Projektantrag eingereicht werden.

Ziel der Experten der RWTH Aachen ist eine europaweite Vernetzung beim Thema Brückensanierung und mittelfristig beim Brückenneubau. Prof. Gerd Groten (Institut für Schweißtechnik und Fügetechnik der RWTH Aachen) bei der Vorstellung des Leitfadens: „Bislang gibt es keinen europäischen Austausch zwischen Brücken-Experten. Dabei sind die Probleme überall ähnlich.“

Gerd Deimel, Sprecher der VCI-Initiative Verkehrsinfrastruktur: „Als global agierende und transportintensive Industrie hat die Chemie ein grundsätzliches Interesse an sicheren Verkehrswegen und einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur in Europa. Außerdem können Produkte aus der Chemie in Zukunft einen wichtigen Beitrag beim Erhalt und Neubau von Brücken spielen – etwa kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe oder Mittel zum Korrosionsschutz. Damit neue Werkstoffe in Brücken zum Einsatz kommen können, müssen sie jetzt zeitnah in Untersuchungen eingebunden und zugelassen werden.“

Die Gäste aus der Politik waren vom praxisnahen Ansatz des Projektes überzeugt und sahen in der konkreten Umsetzbarkeit eine Chance. Martina Werner: „Das ist genau der richtige Ansatz. Das Problem kann nur über den europäischen Blickwinkel betrachtet werden.“ Auch Markus Pieper betonte, dass der europaweite Austausch zwischen Behörden, Wissenschaft und Industrie über Best-practice-Beispiele stärker unterstützt werden muss.

Vier Experten der RWTH Aachen stellten das Projekt "Leitfaden zur Sanierung der Brücken Europas" in Brüssel vor, darunter Prof. Gerd Groten vom Institut für Schweißtechnik und Fügetechnik (Zweiter von links). Dritter von rechts: Gerd Deimel, Sprecher der VCI-Initiative Verkehrsinfrastruktur. Ganz rechts: Attila Gerhäuser, VCI-Europabüro Brüssel. - Foto © VCI/Udwari

Mehr zum Thema
Die wichtigsten Argumente und Positionen des VCI zum Thema Verkehrsinfrastruktur

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Jürgen Udwari

E-Mail: udwari@vci.de