Logistik als Standortfaktor im Industrieland Deutschland

Forderungen der chemischen Industrie an die Verkehrspolitik

Der VCI hat seine wichtigsten Anliegen rund um die Verkehrsinfrastruktur zusammengefasst. Die chemische Industrie ist auf funktionierende Verkehrssysteme angewiesen. Achtzig Prozent ihrer Produktion gehen an industrielle Weiterverarbeiter und erzeugen ein hohes Transportvolumen. Erhalt und Ausbau der Infrastruktur sind für die Branche daher von essenzieller Bedeutung

Die zentralen Forderungen der chemischen Industrie im Überblick

  • Erhalt und Ausbau der Infrastruktur
  • Stärkung der Komodalität
  • Schaffung von zusätzlichen multimodalen Knotenpunkten (Hubs)
  • Beseitigung von Engpässen
  • Schaffung und Erweiterung von Güterverkehrskorridoren
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs
  • Stärkung der Binnen(tank)schifffahrt
  • Beschleunigung bei Planung, Genehmigung und Umsetzung von Baumaßnahmen
  • Förderung von vernetzten Telematiksystemen
  • Schaffung der Voraussetzungen für eine nachhaltige Logistik
Hintergrund

Mobilität ist zur Wahrung unseres Wohlstandes unerlässlich. Sie ist Basis für eine funktionierende Wirtschaft, die auf eine reibungslose Warenversorgung angewiesen ist, und jeder Bürger benötigt sie zur Befriedigung seiner individuellen Mobilitätsbedürfnisse.

Das von der chemischen Industrie erzeugte Produktsortiment umfasst praktisch alle Lebensbereiche. Allerdings werden nur zu einem geringen Teil Endprodukte herge-stellt, denn der Schwerpunkt liegt bei Vor- und Zwischenprodukten. Rund 80 % der Chemieproduktion gehen an industrielle Weiterverarbeiter. So liefert die chemische Industrie Vorprodukte für andere Industriezweige wie z.B. Kunststoffverarbeitung, Au-tomobil- oder Bauindustrie.

Die damit verbundenen Warenströme führen zu einem hohen Transportvolumen, wie an folgenden Zahlen deutlich wird: Im Jahr 2012 wurden allein in Deutschland knapp 254 Mio. Tonnen chemischer Erzeugnisse transportiert. Damit verantwortet unsere Branche 6,5 % des gesamten Güteraufkommens und ist eine der transportintensivsten Industriezweige.

Als eine der exportstärksten Branchen weltweit sind wir nicht nur national sondern global auf funktionierende Verkehrssysteme angewiesen. Der internationale Handel ist in hohem Maße hiervon abhängig. Logistik ist daher gerade für die chemische Industrie, aber auch für die gesamte Außenwirtschaft von besonderer Bedeutung.

Durch die zentrale Stellung Deutschlands in Europa – sowohl in geographischer als auch in ökonomischer Hinsicht – ist eine wettbewerbsfähige, nachhaltige und kosten-günstige Logistik für unser Land ein wichtiger Standortfaktor und -vorteil.

Basis für das optimale Funktionieren des Verkehrssystems ist eine bedarfsgerechte, intakte Infrastruktur. Es ist unabdingbar, dass der Infrastrukturbestand in einem leistungsfähigen Zustand erhalten wird. Eine wirtschaftliche Weiterentwicklung werden wir jedoch nur erzielen, wenn wir uns langfristig nicht nur auf den Erhalt des Bestehenden beschränken, sondern auch den Ausbau aller Verkehrsträger vorantreiben.

Ausblick

Die chemische Industrie unternimmt ihererseits große Anstrengungen zur Erreichung einer nachhaltigen Logistik und treibt diese wetier voran. Sie ist gerne bereit, daran mitzuwirken, die nötigen Voraussetzungen für eine nachhaltige Logistik zu schaffen. Es ist ihr Anliegen, gemeinsam mit Poltik und Logistikpartnern praxiorientierte und zukunftsfähige verkehrspolitische Lösungen konstruktiv mitzugestalten.

Das vollständige Positionspapier des VCI (Umfang: 6 Seiten) finden Sie im Downloadbereich im Kopf dieser Seite.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Andrea Heid

E-Mail: heid@vci.de

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