Pharma-Dialog auf Bundesebene

Wichtiger Schritt für den Pharmastandort Deutschland

Der Pharma-Dialog der Bundesregierung wurde im Koalitionsvertrag von Union und SPD mit der Zielsetzung vereinbart, den pharmazeutischen Forschungs- und Produktionsstandort Deutschland zu stärken. Im April 2016 hat Bundesgesundheitsminister Gröhe in Berlin den offiziellen Bericht zu den Ergebnissen des Austauschs vorgestellt.

Ein zentrales Ergebnis des Pharma-Dialogs ist das positive und umfangreiche Bekenntnis der Bundesregierung zum Pharmastandort Deutschland, zur Wertschätzung der Pharmaindustrie und zur Bedeutung des Sektors für die Patientenversorgung und den Gesundheitsstandort. Insgesamt hat der Dialog dazu beigetragen, dass die Politik ein besseres Verständnis für die Besonderheiten der Branche entwickelt. Im Abschlusspapier werden unter anderem Maßnahmen zur Sicherung und zur Gewinnung von Fachkräften angesprochen. Außerdem soll die weltweite Spitzenposition Deutschlands als Standort für klinische Prüfungen weiter gestärkt werden. Die Zahl der für Kinder und Jugendliche geeigneten Arzneimittel soll erhöht werden, um die Arzneimittelversorgung zu verbessern.

Auf eine öffentliche Listung des zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem pharmazeutischen Unternehmen verhandelten rabattierten Erstattungsbetrags soll künftig verzichtet werden.

Die Rabattverträge zwischen den Krankenkassen und den pharmazeutischen Unternehmen sollen künftig so ausgestaltet werden, dass den pharmazeutischen Unternehmern möglichst sechs Monate zur Umsetzung verbleiben. Viele weitere Ziele wurden ebenfalls vereinbart. Die Bundesregierung kündigte an, zur Umsetzung der Dialogergebnisse ein Gesetzgebungsverfahren auf den Weg zu bringen. Auf dessen konkrete Ausgestaltung wird es nun auch ankommen.

Dialog mit Ländern verstetigen

Die Initiative Gesundheitsindustrie Hessen (IGH) – ein Zusammenschluss der vier Partnergruppen Hessische Landesregierung, Unternehmer der hessischen Gesundheitsindustrie, Landesbezirk Hessen/Thüringen der IG BCE sowie von Vertretern aus Wissenschaft und Forschung – hat seit ihrer Gründung im Jahr 2013 die Stärkung der hessischen Gesundheitsindustrie durch Sicherung bestehender Arbeitsplätze und die Schaffung neuer, hoch qualifizierter Stellen zum Ziel. Die IGH begrüßt, dass die Bundesregierung mit dem Branchendialog ein deutliches Zeichen für die Stärkung des Standorts Deutschland für pharmazeutische Forschung, Entwicklung und Produktion gesetzt hat. Die IGH hat sich klar für die beabsichtigte Verstetigung des ressortübergreifenden Pharma-Dialogs unter Beteiligung der Länder ausgesprochen. Hier werden sich nämlich die bundespolitischen, gesetzgeberischen Maßnahmen unmittelbar auswirken.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Annette Bußmann

E-Mail: bussmann@vci.de