Standortkonferenz des Bündnisses zur Zukunft der Industrie

Krise jetzt als Chance nutzen

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) ist Partner des „Bündnisses zur Zukunft der Industrie“. Auf der heutigen Standortkonferenz des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin wird die aktuelle Situation der heimischen Industrie diskutiert.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup - Foto: © VCI/Döring
VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup - Foto: © VCI/Döring

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup begrüßt die Debatte über die Standortfaktoren: „Der Dialog über die Standortbedingungen ist so nötig wie nie zuvor. Die Reformdiskussion muss jetzt zügig Fahrt aufnehmen, es müssen aber auch schnelle Entscheidungen fallen. Durch die Krise besteht jetzt die Chance, unnötigen Ballast abzuwerfen und überfällige Veränderungen in Angriff zu nehmen. Dem Konjunkturprogramm muss eine Strukturoffensive folgen, um weitere Kräfte zu entfesseln.“

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie machen für Große Entrup schnelle Verbesserungen bei den Standortbedingungen unumgänglich. Das zeigten etwa die Ergebnisse einer aktuellen Befragung unter den VCI-Mitgliedsunternehmen: 60 Prozent gaben dabei an, dass sie Investitionen krisenbedingt verschieben.

Der VCI-Hauptgeschäftsführer regt angesichts dieser Alarmsignale ein Belastungsmoratorium an: „Die stetig wachsende Bürokratie muss ein Ende haben. Bürokratieentlastungen wären ein kostenloses Konjunkturprogramm.“ Besonders drängend sind für Große Entrup auch steuerliche Entlastungen: „Der Spitzenplatz im internationalen Vergleich bei den Unternehmensteuern ist untragbar und belastet sowohl den Mittelstand als auch größere Unternehmen.“

Wenn es zusätzlich gelänge, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, Energiekosten zu senken und Innovationen noch stärker zu fördern, stünden die Ampeln für einen Aufschwung auf Grün, so Große Entrup.

Der Verband der Chemischen Industrie arbeitet mit 16 anderen Partnern im „Bündnis Zukunft der Industrie“ seit 2015 an besseren Bedingungen für den Industriestandort Deutschland.


Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2019 setzte die Branche über 198 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.000 Mitarbeiter.

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