EU-Energiepaket

Energiepreis­problem wird so nicht gelöst

14. September 2022 | Pressemitteilung

Mit einem Kommissionspaket soll den explodierenden Energiepreisen entgegenwirkt werden.

Die EU-Kommission muss ihren industriepolitischen Kompass neu ausrichten. © ngaga35/stock.adobe.com
Die EU-Kommission muss ihren industriepolitischen Kompass neu ausrichten. © ngaga35/stock.adobe.com

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat heute in ihrer Rede zur Lage der EU ein Paket vorgestellt, mit dem den explodierenden Energiepreisen entgegengewirkt werden soll. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), ist skeptisch, ob die vorgestellten Maßnahmen auch geringere Energiepreise für die Industrie erwirken können. Er sagt:

„Die Energiekosten explodieren, der Verlust wichtiger Produktionsprozesse droht. Hier hilft das Kommissionspaket nicht weiter. Es setzt mit Umverteilungsambitionen an den Symptomen an, wir müssen aber an die Ursachen ran. Wir haben zu wenig günstigen Strom. Damit sich das ändert, muss jetzt alles ans Netz, was kurzfristig verfügbar ist. Stromanbieter werden durch Europas Pläne aber abgeschreckt und nicht motiviert.“

Branche erwartet Realitätscheck der europäischen Gesetzgebung

Angesichts der zunehmend dramatischen wirtschaftlichen Lage erwartet die Chemie- und Pharmaindustrie ganz grundsätzlich, dass die EU-Kommission ihren industriepolitischen Kompass neu ausrichtet. Große Entrup: „Europa kann sich von der Zeitenwende nicht abkoppeln. Wir brauchen jetzt zügig einen Realitätscheck der europäischen Gesetzgebung in drei Clustern: Beschleunigen – justieren – zurückstellen. Heißt: Wo können wir massiv beschleunigen, um zum Beispiel den Ausbau der Erneuerbaren schneller voranzutreiben, in welchen Bereichen sollten Maßnahmen unter den neuen Gegebenheiten anders justiert werden und wo sollten Vorhaben ganz zurückgestellt werden.“

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) vertritt die Interessen von rund 1.900 Unternehmen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie und chemienaher Wirtschaftszweige gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2021 setzten die Mitgliedsunternehmen des VCI rund 220 Milliarden Euro um und beschäftigten über 530.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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