Wertschöpfungsketten in der chemischen Industrie

VCI-Analyse zur Basischemie 2030

Die Basischemie bildet die Basis für die chemische Industrie und die nachfolgende industrielle Wertschöpfung. Unter adäquaten Rahmenbedingungen kann die deutsche Basischemieproduktion im weltweiten Wettbewerb wettbewerbsfähig bleiben und damit auch 2030 wesentlich zur Erhaltung und Stärkung der industriellen Verbundstrukturen in Deutschland beitragen.

Standortkarte zur Basischemie in Deutschland - siehe Download-Bereich! © VCI; Hintergrundgrafik: visdia/Fotolia.com
Standortkarte zur Basischemie in Deutschland - siehe Download-Bereich! © VCI; Hintergrundgrafik: visdia/Fotolia.com

Vielstufige und vielfach verzweigte Wertschöpfungsketten, in denen über komplexe und sehr unterschiedliche Prozesse mehr als 30.000 Produkte hergestellt werden, sind kennzeichnend für die Produktionsphilosophie der chemischen Industrie. In fast allen Fällen lassen sich diese Produkte auf Stoffströme weniger chemischer Grundstoffe und Basisprozesse zurückführen. Die Herstellung von chemischen Grundstoffen (Basischemie) bildet damit die Basis für die chemische Industrie und die nachfolgende industrielle Wertschöpfung.

Der künftige Bedarf an Basischemikalien in Deutschland/Westeuropa folgt im Wesentlichen dem erwarteten Wachstum der chemischen Industrie und ihrer Abnehmerbranchen. Die Basischemie kann aufgrund der engen Verflechtung der Chemiesparten vom Wachstum der Spezialchemie profitieren. Dies stellt eine deutsche Besonderheit dar und ist als zentraler Wettbewerbsvorteil zu begreifen. Deutschland bleibt bis 2030 eines der wenigen Länder, die sowohl eine starke Basischemie als auch eine große Spezialchemie haben.

Für den Erhalt einer modernen, wettbewerbsfähigen und vernetzten Produktionsbasis der Basischemie sind in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in erheblichem Umfang Ersatzinvestitionen in wichtige Versorgungs-/Produktionsinfrastrukturen wie z. B. Cracker erforderlich, ohne die die Anlagen zu überaltern drohen.

Investitionen in die Basischemieproduktion sind ihrem Charakter nach langfristig angelegt. Um die für langfristige Investitionen notwendige langfristige Planungssicherheit herzustellen, braucht es einen gesellschaftlichen Konsens über die Zukunft des Industriestandortes Deutschland, insbesondere über die langfristige Sicherstellung einer sicheren und wettbewerbsfähigen Energie- und Rohstoffversorgung. Deutschland hat als Investitionsstandort unbestreitbare Vorteile durch die zentrale Lage in Europa und seine Verbundstrukturen. Dem stehen andererseits aber Nachteile durch politisch motivierte Kosten gegenüber, die in anderen Weltregionen nicht existieren.

Es ist Aufgabe einer nachhaltigen Industriepolitik, Rahmenbedingungen zu schaffen bzw. zu erhalten, unter denen die Basischemieproduktion im weltweiten Wettbewerb wettbewerbsfähig bleiben und damit wesentlich zur Erhaltung und Stärkung der industriellen Verbundstrukturen in Deutschland beizutragen kann.

Die vollständige Analyse des VCI (17 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Grafiken) finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite. Ebenso kann die im Dokument enthaltene Standortkarte zur Basischemie in Deutschland in diversen Formaten heruntergeladen werden.

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Ansprechpartner

Dipl.-Kfm. Tilman Benzing

E-Mail: tbenzing@vci.de

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