B20-Gipfel 2017 am 2. und 3. Mai in Berlin

Position der B20 zu Energie, Klima und Ressourceneffizienz

Die Auswirkungen des Klimawandels machen ein globales Handeln nötig, stellt die B20 in einem Positionspapier zu ihrem Gipfel in Berlin fest. Unter dem Kürzel B20 verbirgt sich seit 2010 der offizielle Dialog-Prozess der G20-Staaten mit der Wirtschaft. Aufgabe der B20 ist es, die konsolidierten Interessen der Wirtschaft in den G20-Staaten zu vertreten.

„B20" steht für den Dialog-Prozess der G20-Staaten mit der Wirtschaft. VCI-Präsident Kurt Bock zum Themenfeld Energie, Klima und Ressourceneffizienz: „Klimaschutz ist eine globale Aufgabe. Die Wirtschaft bietet die notwendige Technologie, um die ehrgeizigen Emissionsreduktionsziele zu erreichen." - Logo: © B20
„B20" steht für den Dialog-Prozess der G20-Staaten mit der Wirtschaft. VCI-Präsident Kurt Bock zum Themenfeld Energie, Klima und Ressourceneffizienz: „Klimaschutz ist eine globale Aufgabe. Die Wirtschaft bietet die notwendige Technologie, um die ehrgeizigen Emissionsreduktionsziele zu erreichen." - Logo: © B20

Die Auswirkungen des Klimawandels machen ein globales Handeln nötig, stellt die B20 in einem Positionspapier zu ihrem Gipfel in Berlin fest. Unter dem Kürzel B20 verbirgt sich seit 2010 der offizielle Dialog-Prozess der G20-Staaten mit der Wirtschaft. Aufgabe der B20 ist es, die konsolidierten Interessen der Wirtschaft in den G20-Staaten zu vertreten. Dafür erarbeiten 500 führende Wirtschaftsexperten aller G20-Mitglieder in sieben thematischen Arbeitsgruppen konkrete Handlungsvorschläge.

Kurt Bock, Vorsitzender der BASF SE, Vize-Präsident des BDI und Präsident des VCI, leitet die B20-Arbeitsgruppe „Energie, Klima & Ressourceneffizienz“. Diese Task Force ist mit 97 Experten aus 23 Ländern besetzt. „Klimaschutz ist eine globale Aufgabe. Die Wirtschaft bietet die notwendige Technologie, um die ehrgeizigen Emissionsreduktionsziele zu erreichen. Die B20-Arbeitsgruppe hat die dafür erforderlichen Konzepte und politischen Rahmenbedingungen diskutiert“, betont Bock. Die finalen Empfehlungen aller Arbeitsgruppen der B20 werden am 3. Mai der Bundeskanzlerin überreicht, da Deutschland Anfang Dezember 2016 für ein Jahr im turnusmäßigen Wechsel die Präsidentschaft in der G20 übernommen hat.

Eine steigende Weltbevölkerung, so die B20, erhöhe den Druck auf das Ökosystem und seine Ressourcen. Auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Weltwirtschaft brauche es größere Anstrengungen und mehr Investitionen in ressourceneffiziente wie klimaschonende Technologien und die Infrastruktur. Als strategisch wichtig sieht die B20 dafür vor allem drei Maßnahmen der G20 an:

  • Den Klimawandel eindämmen: Die B20 empfiehlt, dass die G20-Mitglieder bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens beispielhaft vorangehen. Dazu zählt sie die Schaffung einer gemeinsamen Plattform, auf der ein strategischer Dialog über globale Mechanismen zur Bepreisung von Treibhausgasen und für die Abschaffung ineffizienter Subventionen fossiler Brennstoffe geführt werden soll.
  • Die globale Energiewende vorantreiben: Die B20 empfiehlt, dass die G20 die Entwicklung und Nutzung klimaschonender Technologien durch vorausschauende Energiepolitik, eine gemeinsame Innovationsagenda und verstärkte Anstrengungen für den Zugang zu Energie beschleunigen. Dabei solle die G20 ihren Aktionsplan für erneuerbare Energien auf eine breitere technologische Basis stellen und durch die Entwicklung eines „toolkits“ konkretisieren.
  • Ressourceneffizienz auf die Agenda setzen: Schließlich solle sich die G20 mit dem Thema Ressourceneffizienz intensiv befassen, weil es für die Wirtschaft von besonderer Bedeutung ist. Die B20 regt deshalb an, eine G20-Plattform zu Ressourceneffizienz unter Leitung der jeweiligen G20-Präsidentschaft ins Leben zu rufen. Diese Plattform zum Austausch von best practices soll helfen, ein gemeinsames Verständnis und eine gemeinsame wissenschaftliche Basis zum Thema Ressourceneffizienz zu entwickeln. Als Themen werden vorgeschlagen: globale Materialflüsse, Prozessstandards in der Produktion, Kampagnen zum Thema Ressourceneffizienz, Produktinnovationen und öffentlich-private Kooperationen zum Beispiel mit Blick auf Beschaffungsrichtlinien.

Die Relevanz der Empfehlungen der B20-Arbeitsgruppe
Die Relevanz der Empfehlungen der B20-Arbeitsgruppe "Energie, Klima und Ressourceneffizienz" für die G20-Fokusthemen "Stabilität sichern", "Tragfähigkeit für die Zukunft verbessern" und "Verantwortung annehmen". - Grafik: © B20-ECRE

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VCI-Präsident Kurt Bock
VCI-Präsident Kurt Bock © BASF SE
Lesen Sie hier ein Interview mit VCI-Präsident Kurt Bock zur Relevanz der Themen der B20-Arbeitsgruppe "Energie, Klima und Ressourceneffizienz" (in englischer Sprache).








Die Empfehlungen der B20-Arbeitsgruppe „Energie, Klima und Ressourceneffizienz" finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite („Ergänzende Downloads"). Alle Informationen zum B20-Prozess und zu den Arbeitsgruppen sowie die Abschlussdokumente zum B20-Gipfel, News, Testimonials und mehr finden Sie im Internet unter https://www.b20germany.org/

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Stud. Ass. Manfred Ritz

E-Mail: ritz@vci.de