Fünf Maßnahmen für eine nachhaltige Energieversorgung

VCI-Positionspapier „Energiewende umgestalten"

Die Umgestaltung der Energiewende ist aus Sicht der Chemischen Industrie eine der wichtigsten Aufgaben, die die neue Bundesregierung in Angriff nehmen muss. Der VCI schlägt fünf Maßnahmen vor, damit eine nachhaltige Versorgung mit sicherer, sauberer und bezahlbarer Energie möglich wird. Anzustreben ist eine EU-einheitliche Lösung mit den Leitaspekten Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit.

Bei der Energiewende muss die Bundesregierung jetzt schnell handeln. Der VCI hat fünf Vorschläge. © JiSIGN - Fotolia.com
Bei der Energiewende muss die Bundesregierung jetzt schnell handeln. Der VCI hat fünf Vorschläge. © JiSIGN - Fotolia.com

Hintergrund

Die Bundesregierung hat im Herbst 2010 ein Energiekonzept verabschiedet, das auf Basis sehr ehrgeiziger Zielsetzungen bei den Treibhausgasemissionen, beim Ausbau erneuerbarer Energien und zum Energieverbrauch bis 2050 zu einer insgesamt klimafreundlichen, sicheren aber auch bezahlbaren Energieversorgung führen sollte. Nach den Ereignissen in Fukushima im März 2011 wurden mit dem Beschluss der sog. „Energiewende“ mit dem raschen Ausstieg aus der Kernenergie als CO2-arme Brückentechnologie und Beibehaltung der sonstigen Zielsetzungen die Vorgaben noch weiter verschärft. Inzwischen machen die Monitoringergebnisse verschiedener Institutionen auf die Defizite vor allem bei der Bezahlbarkeit und mittelfristig auch bei der Versorgungssicherheit aufmerksam. Deutschland läuft Gefahr deutlich an Wirtschaftskraft einzubüßen, aufgrund massiv steigender Energiepreise und sinkender Versorgungssicherheit. Für die neue Bundesregierung ergibt sich erheblicher Handlungsbedarf, ansonsten fährt die Energiewende an die Wand.

Deutschland hatte sich im letzten Jahrzehnt die nationale Aufgabe gesetzt, den Arbeitsmarkt zu reformieren und die Arbeitskosten zu senken, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Um diese nicht wieder zu verlieren, ist es für die nächste Bundesregierung vordringlich, als nationale Aufgabe den Energiemarkt zu reformieren, die Energiekosten zu senken und die deutsche Energieversorgung mittelfristig in einen funktionierenden EU-Energiemarkt einzubetten.

Wie kann dies aus Sicht der Chemischen Industrie gelingen?

Fünf Maßnahmen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung

Direkt nach der Regierungsbildung sind Maßnahmen erforderlich, die verhindern, dass die Probleme sich noch weiter vergrößern. Außerdem kann die Regierung damit Handlungswillen und Handlungsfähigkeit als Signal an die Wirtschaft demonstrieren. Hier sieht die Chemische Industrie zwei Maßnahmen:

  • ein sofortiges Aussetzen der Förderung für erneuerbare Energien für Neuanlagen bis eine grundlegende EEG-Reform vorliegt;
  • Ableiten eines effizienten Projektmanagements aus den vorliegenden Monitoringergebnissen inkluskive einer Anpassung der Zielsetzungen und Zeithorizonte, wenn erforderlich.
Anschließend müssen die Maßnahmen gestartet werden, die eine langfristige Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Klimafreundlichkeit ermöglichen. Zentral sind hier:

  • eine umfassende EEG-Reform, die zudem EU-konform sein muss;
  • Anstreben einer EU-einheitlichen Lösung für eine nachhaltige Energieversorgung mit Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit als Leitaspekte;
  • Technologieoffenheit: Klärung der Rolle von Shale-Gas in Deutschland und Europa mit Ermöglichung der Exploration und Ermittlung der Potenziale.

Das vollständige Positionspapier des VCI (Umfang: 5 Seiten) begründet und konkretisiert diese fünf Maßnahmen. Sie finden es im Downloadbereich im Kopf dieser Seite.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Jörg Rothermel

E-Mail: rothermel@vci.de