Szenarien für eine CO2-arme Energieversorgung

VCI-Position zum "Energiefahrplan 2050" der Europäischen Kommission

Der VCI begrüßt eine Strategie zur langfristigen Ausrichtung der EU-Energiepolitik. Die Kommission vernachlässigt aber die Faktoren Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit und wird nur im Bereich Dekarbonisierung konkret.

 © Marco2811 - Fotolia.com
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Die Europäische Kommission hat im Dezember 2011 mit dem "Energiefahrplan 2050" ihre langfristige Vision für eine nahezu CO2-freie Energieversorgung vorgelegt. In dem Strategiepapier diskutiert die Kommission verschiedene Szenarien, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Diese Szenarien zeigen mögliche Wege auf, mit denen die EU nach Ansicht der Kommission ihre Emissionen bis 2050 um mehr als 80 Prozent senken kann.

Ausgehend von der Analyse der Szenarien werden die Auswirkungen eines CO2‑freien Energiesystems und der dafür jeweils erforderliche politische Rahmen beschrieben. Auf dieser Basis sollen die Mitgliedsstaaten die notwendigen energiepolitischen Entscheidungen treffen können.

In den Beispielszenarien werden vier Wege zur "Dekarbonisierung" auf unterschiedliche Weise kombiniert. Es handelt sich dabei um die Elemente Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Kernenergie und CCS (CO2-Abtrennung und -Speicherung).

Der VCI kommt in seiner Bewertung zu folgenden Kernaussagen zum vorgeschlagenen "Energiefahrplan 2050", die in der ausführlichen Stellungnahme jeweils im Detail erläutert und begründet werden:

  1. Die chemische Industrie begrüßt eine Strategie zur langfristigen Ausrichtung der EU-Energiepolitik für den Zeitraum nach 2020, sieht jedoch den Wirtschaftsfaktor Wettbewerbsfähigkeit nicht hinreichend berücksichtigt.
  2. Die Dekarbonisierungsszenarien sind weitgehend durch Akzeptanzprobleme und ihre Wirtschaftlichkeit limitiert.
  3. Hohe Strompreise beeinträchtigen die Wirtschaftskraft der Industrie.
  4. Versorgungssicherheit muss gewährleistet sein.
  5. Die chemische Industrie nimmt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung des Energiefahrplans ein.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie im Downloadbereich im Kopf dieser Seite.

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