Energieintensive Industrien

Botschaften und Forderungen zur künftigen Energieversorgung in Deutschland

- Energieintensive Industrien sind wichtiger Teil der industriellen Wertschöpfungskette - Das Industrieland Deutschland braucht eine bezahlbare Energieversorgung - Ausgewogener Energiemix garantiert Versorgungssicherheit ​

  • Energieintensive Industrien sind wichtiger Teil der industriellen Wertschöpfungskette
    Die energieintensiven Industrien in Deutschland bilden das Rückgrat für die vielfältigen Wertschöpfungsketten der deutschen Industrie. So sind ohne die Produkte der energieinten¬siven Industrie etwa die Erneuerbaren Energien undenkbar. Viele unserer Anlagen laufen rund um die Uhr. Deshalb ist für uns eine stabile Grundlastversorgung entscheidend. Unsere Unternehmen sind auf eine sichere, saubere und bezahlbare Energieversorgung angewiesen.
  • ​Das Industrieland Deutschland braucht eine bezahlbare Energieversorgung
    Für die Produktion der energieintensiven Industrien ist Energie ein wesentlicher Kostenfaktor und damit wettbewerbsrelevant. Nur mit wettbewerbsfähigen Strompreisen (Gestehungskosten und staatliche Abgaben) können die Energieintensiven auch in Zukunft am Standort Deutschland produzieren.
  • Ausgewogener Energiemix garantiert Versorgungssicherheit
    Die Energieversorgung in Deutschland wird bislang durch einen breiten Energiemix unter Nutzung aller Technologien gewährleistet. Der Schwerpunkt der zukünftigen Energieversorgung soll bei den erneuerbaren Energien liegen. Diese sind jedoch ohne entsprechende Speichertechnologien nicht grundlastfähig. Deshalb ist die konventionelle Stromerzeugung bis auf weiteres unverzichtbar.

EID-Forderungen

  1. Energiekonzept mit Augenmass überarbeiten
    Falls die Kernenergie nicht mehr im selben Umfang zur Energieversorgung beitragen soll, muss das Energiekonzept überarbeitet werden. In welchem Maß die erneuerbaren Energien – über die bereits heute schon sehr ambitionierten Ziele hinaus – zur Kompensation beitragen könnnen, muss in einer Kosten/Nutzen-Analyse geprüft werden. Es muss darauf geachtet werden, dass sich der Nachteil bei den industriellen Strompreisen bei einem Vorangehen Deutschlands in Europa nicht noch erheblich weiter verschärft.​
  2. Grundlastversorgung in Deutschland muss sichergestellt werden
    Ohne ausreichende Energiespeicher sind erneuerbare Energien nicht grundlastfähig. Vor diesem Hintergrund muss die Energieversorgung durch bestehende Kohlekraftwerke aufrechterhalten werden. Der Energieträger Gas sollte in einem weiterführenden Energiekonzept integriert werden. Für alle Energieformen ist der notwendige Ausbau der Netze vor¬anzutreiben. Dies erfordert ein aktives Eintreten für die Akzeptanz von Großprojekten und Infrastruktur. Die Rahmenbedingungen für die Stromerzeugung auf Kohlebasis müssen verbessert werden.
  3. Die Belastung für die energieintensiven Industrien weiterhin begrenzen
    Die bestehenden Regelungen zur Belastungsbegrenzung bei der Energie- und Stromsteuer, beim EEG und bei der Kraft-Wärme-Kopplung müssen dauerhaft beibehalten werden. Sie dürfen nicht an weitere Voraussetzungen geknüpft werden, da es vergleichbare Belastungen weder in der EU noch international gibt.
  4. Kurzfristig wettbewerbsfähige Industriestrompreise erreichen
    Solange es keinen echten Wettbewerb auf dem Energiemarkt gibt, müssen niedrigere Strompreise auf anderem Wege erreicht werden. Ein Weg dahin wären langfristige Lieferverträge für Industriestrom. Dieses Modell wird in Frankreich erfolgreich praktiziert.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Thilo Höchst

E-Mail: hoechst@vci.de