VCI-Konsultationsbeitrag zum Carbon Market Report der EU-Kommission

Emissionshandel muss verlässlich bleiben

Der von der EU-Kommission im November 2012 vorgelegte Carbon Market Report stellt sechs potenzielle Maßnahmen für strukturelle Veränderungen im europäischen Emissionshandelssystem vor. Die deutsche chemische Industrie hat zu den Vorschlägen der EU-Kommission Stellung genommen.

Die summarische Bewertung des VCI

Die chemische Industrie lehnt kurzfristige Maßnahmen, die die Regeln des Emissionshandels während der laufenden 3. Handelsperiode ändern, ab. Anlagenbetreiber benötigen maximale Planungs- und Investitionssicherheit, damit der Emissionshandel seine langfristige Lenkungswirkung für Investitionen in klimaschonende Technologien entfalten kann.

Allerdings sollte vorausschauend auf eine 4. Handelsperiode eine Diskussion über die Ausgestaltung frühzeitig beginnen, damit auch für die nächste Handelsperiode die Regeln für alle Beteiligten Rechts- und Investitionssicherheit gewährleisten.

Das Fazit des VCI

Der Emissionshandel sollte in seinen Grundprinzipien nicht verändert werden, indem Marktprinzipien ausgehebelt werden. Kurzfristige Änderungen und Interventionen verringern die Planungssicherheit und das Vertrauen in den Emissionshandel und schrecken somit andere Regionen der Welt eher ab, etwaige bestehende Emissionshandelssysteme mit dem europäischen ETS zu verbinden. Das Hauptziel muss auch weiterhin ein globales Klimaabkommen sein. Der Emissionshandel in der EU und in anderen Weltregionen muss behutsam und vorhersehbar weiterentwickelt werden.

Die vollständige, 3-seitige Stellungnahme des VCI mit einer Bewertung der vorgeschlagenen Maßnahmen im Detail finden Sie im Downloadbereich im Kopf dieser Seite.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Tina Buchholz

E-Mail: buchholz@vci.de

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