Forum Zukunft „Chemie macht elektromobil“

Diskussionsrunde „Wie elektromobil ist unsere Zukunft?"

Beim Forum Zukunft „Chemie macht elektromobil“ am 7. April 2011 in Berlin diskutierten Andreas Jung, MdB und Elektromobilitätsbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Meyer, Präsident des ADAC e.V., Dr. Werner Reh, Leiter Verkehrspolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und Dr. Klaus Engel, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. über die Frage: „Wie elektromobil ist unsere Zukunft?“​​​

Das Herz der Batterieforschung

In der Diskussionsrunde unter der Überschrift „Wie elektromobil ist unsere Zukunft?“ ging der Bundestagsabgeordnete Andreas Jung (CDU) davon aus, dass das „Herz der Batterieforschung in Deutschland schlagen wird“. Da das Elektroauto anfangs teurer als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sein werde, schlägt Jung vor, Anreize zu schaffen. Etwa die Busspuren für Elektroautos freizugeben und innerstädtische Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Eine Kaufprämie lehnte er indes ab.

Auch der Präsident des ADAC, Peter Meyer, hält Subventionen für den Kauf von Elektroautos für falsch. Die Bundesregierung müsse mehr in Forschung und Entwicklung investieren. „Der Kopf der Entwicklung muss hier sein“, so Meyer. Der ADAC-Vorsitzende betonte, dass die Autofahrer dem Elektroauto aufgeschlossen gegenüber stünden, sie aber nicht mehr Geld dafür ausgeben wollten. Chancen für die Elektromobilität sieht er vor allem im Pendel- und im Stadtverkehr.

Der Leiter für Verkehrspolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Dr. Werner Reh, sieht Potenziale für Elektroautos vor allem beim Car-Sharing, bei Fahrzeugflotten von Unternehmen und im öffentlichen nahverkehr. Derzeit sehe er aber noch keinen Umweltvorteil der Elektroautos, da es noch kein Konzept der Bundesregierung für zusätzliche regenerative Energien gebe. Die Busspur für Elektroautos will er nicht freigeben. „Sie sollen nicht in Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr treten.“

Der VCI-Vorsitzende Dr. Klaus Engel gibt unterdessen das Ziel aus, dass Deutschland in Sachen Elektromobilität Leitmarkt und vor allem Leitanbieter wird. Auch Jung und Staatssekretär Otto hatten dies in ihren Statements gefordert. Um aber die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müsse der Staat die Forschung in den Unternehmen steuerlich fördern. Des Weiteren betonte er, dass die Rahmenbedingungen in Deutschland für wichtige Grundindustrien wie die Chemie international wettbewerbsfähig bleiben müssen.

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