Aus der Mitte der deutschen Wirtschaft: Den Mittelstand bei der Energiewende mitnehmen

Entlastung durch EEG-Reform: Deutschlands Exportschlager Nr. 1 ist Mittelstand mit Produkten und Innovationen. Weltweiter Einsatz deutscher Wertarbeit funktioniert nur, wenn Mittelstand „Luft zum Atmen“ hat. Fundamentalen Gesichtspunkt im Rahmen EEG Reform genauer beleuchten.

Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen machen sich steigende Energie-Preise direkt bemerkbar. - Foto: © PictureArt - Fotolia.com
Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen machen sich steigende Energie-Preise direkt bemerkbar. - Foto: © PictureArt - Fotolia.com

90 % der VCI-Mitglieder sind mittelständisch. „Die deutsche Chemie“ – das sind zahlenmäßig vor allem kleine und mittlere Unternehmen mit Standorten im ganzen Land.

Deutscher Mittelstand, das ist auch eine Marke, die im internationalen Wettbewerb einen hohen Wert hat: Im Wettbewerb bestehen die Unternehmen vor allem aufgrund ihrer Kernkompetenzen Qualität, Genauigkeit und Verlässlichkeit. Allerdings müssen ihre Produkte auch wettbewerbsfähig sein.

Und zur Wettbewerbsfähigkeit der Chemie gehören gerade auch die Energiekosten. Die Energiewende hat diese für den Mittelstand deutlich erhöht. Steigende Strompreise machen sich bei kleinen und mittleren Unternehmen, die vielfach nicht von der EEG-Umlage entlastet sind, direkt bemerkbar. Bisher konnten die Unternehmen die höheren Energiekosten zumindest teilweise durch Investitionen in mehr Energieeffizienz oder durch andere schmerzhafte Einsparungen auffangen.

Wenn die EEG-Umlage immer weiter steigt, kann dies dem Mittelstand daher an die Substanz gehen: Die Folge ist, dass sie weniger in ihre Anlagen oder die Entwicklung innovativer Produkte investieren werden, um die Zukunft ihrer Standorte und Arbeitsplätze abzusichern. Die Gefahr ist nicht so sehr, dass Unternehmen Konkurs anmelden müssen. Sondern dass sie Teile ihrer Produktion verlagern, um in den Genuss niedrigerer Stromkosten an anderen Standorten in der Welt zu kommen. Der Aufbau von Produktionskapazitäten im Ausland ist mittlerweile auch im Mittelstand ein Thema. Dies belegt eine Studie der Wirtschaftsberatung Wieselhuber & Partner im Auftrag des VCI.

Die deutsche Chemie hat über 1.500 gute Argumente für geringere Stromkosten: Das sind alle mittelständischen Chemieunternehmen, die hier vor Ort gute und sichere Arbeitsplätze schaffen und dies auch weiterhin tun wollen. Die deutsche Chemie hat knapp 140.000 weitere Argumente: So viele Menschen arbeiten insgesamt in der deutschen mittelständischen Chemie.