Innovations-Update Nr. 4:

Wieviel Chemie steckt in Solarthermie?

Sonnenkollektoren bringen warmes Wasser in die Haushalte: Eine technische Innovation, die die Energiewende unterstützt – und an der auch die Chemie ihren Anteil hat.

Spätestens die Stromrechnung weist aus, wieviel Energie für die Warmwasserbereitung benötigt wird. Wie gut, dass man die Badewanne auch mithilfe der Sonne befüllen kann. - Foto: © Bigstock
Spätestens die Stromrechnung weist aus, wieviel Energie für die Warmwasserbereitung benötigt wird. Wie gut, dass man die Badewanne auch mithilfe der Sonne befüllen kann. - Foto: © Bigstock

Sonnenkollektoren ermöglichen vor allem in Haushalten, das benötigte Warmwasser mithilfe von Sonnenenergie aufzubereiten. Wir meinen: Die Ausbauziele geben zwar den Takt für die Energiewende vor. Damit zum Rhythmus aber noch gute Musik hinzukommt, braucht es die Innovationsbeiträge der Industrie – auch der Chemiebranche: Bei der Solarthermie nehmen Kollektoren auf dem Hausdach die Sonnenenergie auf und geben diese als Wärme an eine Trägerflüssigkeit weiter. Die Flüssigkeit transportiert die Wärme durch Rohrleitungen zu einem Wärmespeicher, in dem Wasser zur Verwendung im Haushalt erwärmt wird.

Zwei Typen von Sonnenkollektoren kommen dabei zum Einsatz: Flachkollektoren, in denen die Wärmeträgerflüssigkeit über flächige Absorber erwärmt wird, und Vakuum-Röhrenkollektoren.

Diese bestehen z. B. aus zwei ineinander liegenden Röhren, dazwischen existiert ein Vakuum wie bei einer Thermoskanne. Die Aufnahme der Sonnenenergie erfolgt mittels einer Absorberschicht auf der inneren Röhre. Die Wärme wird dann auf Leitblechen an ein U-förmiges Rohr übertragen, das von einer Flüssigkeit durchströmt wird. Von außen lenken Spiegel die Strahlung zusätzlich auf die Röhren. Kollektoren und Beschichtungstechnik ermöglichen sonnenbasierte Energie im Warmwasser-Bereich.

Um solche Innovationen hervorbringen zu können, braucht die chemische Industrie eine verlässliche Energiepolitik. Diese zentrale Bedingung für Innovationen im technischen Ausbau der erneuerbaren Energien kommt im derzeitigen EEG zu kurz. Wir plädieren daher für eine grundlegende Reform des EEG, zu der Sie hier hier weitere Gesichtspunkte kennenlernen können.

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