Innovations-Update Nr. 9: So strahlt der Sparfuchs

Energiesparlampen und LEDs gibt es nur „Dank Chemie"

In der kalten Jahreszeit braucht der Mensch mehr Licht. Gerade die Adventsbeleuchtung kann aber zum Stromfresser werden: Die zusätzliche Beleuchtung kann fast die Hälfte des Jahresstromverbrauchs von Haushalten für Licht ausmachen. Damit der Stromverbrauch im Dezember nicht gewaltig in die Höhe schnellt, braucht es Leuchtquellen mit einer höheren Lichtausbeute. Die Chemie hat in den letzten Jahrzehnten dafür die Lösungen entwickelt: Energiesparlampen und LEDs.

Adventsbeleuchtung mit LED: 80 Prozent weniger Energieverbrauch © Bigstock
Adventsbeleuchtung mit LED: 80 Prozent weniger Energieverbrauch © Bigstock

Auch wenn ihr manch einer hinterher trauert – die „gute, alte“ Glühbirne ist eher alt als gut. Sie ist ein echter Energieverschwender. Etwa 20 Prozent des weltweit verbrauchten Stroms werden laut Bundesforschungsministerium für die Beleuchtung eingesetzt.

Das muss nicht mehr sein: Schon seit mehreren Jahrzehnten gibt es Energiesparlampen „powered by Chemie“. Wie ihr Name schon sagt, sind sie viel sparsamer als Glühbirnen und verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom. Das Licht erzeugen sie so: Legt man elektrische Spannung an, regen Elektronen den Quecksilberdampf in dem mit Edelgas (meist Argon) gefüllten Leuchtmittel dazu an, UV-Licht auszusenden. Aber erst ein auf die Innenseite des Glaskolbens aufgebrachter fluoreszierender Leuchtstoff wandelt das UV-Licht in sichtbares Licht um. Dieser Leuchtstoff bestimmt dabei die Lichtfarbe von „warmweiß“ bis „kalt“. Der Durchbruch der „Kompaktleuchtstofflampe“ für ihre Verwendung im Haushalt gelang in den 80er Jahren: Seither kann das für den Betrieb unabdingbare Vorschaltgerät im handelsüblichen Schraubsockel der Lampe untergebracht werden. Es schaltet die Lampe, reguliert den Strom und macht Energiesparlampen jüngeren Datums dimmbar.

Eine weitere Revolution im Lichtmarkt bringen intelligent gemanagte LED-Lichtquellen. Diese haben eine bis zu 20-mal längere Lebensdauer als Energiesparlampen. Ihre Karriere begann bunt, das heißt in rot, gelb und grün, später auch in blau. Mittlerweile erzeugen LED-Lampen warmweißes Licht aus einem Halbleitermaterial, kombiniert mit einem Leuchtstoff. Der Durchbruch dafür gelang erst Mitte der 1990er, als die erste weiße LED mithilfe eines Leuchtstoffs entwickelt wurde. Heute sorgen sie Zuhause und im Freien für Sicht und Sicherheit – sei es als Gartenleuchte oder Straßenbeleuchtung.

Auch für Weihnachtsbeleuchtung sind LEDs eine sparsame Alternative: Laut dem Energieanbieter EON können zwei Lichterketten mit herkömmlichen Glühlämpchen mit neun Metern Länge über sechs Wochen rund 30 Euro an Stromkosten verursachen. Die LED-Alternativen sparen mehr als 80 Prozent Energie und kosten statt 30 nur etwa 6 Euro für die gesamte Adventszeit.