Innovations-Update Nr. 8: Maßgeschneiderter Schutzanzug

Moderne Windräder sind auch dank chemischer Schutzwesten immer hart am Wind

Chemische Schutzschilde sorgen für wetterfeste Windräder

„Schutz und Schild“ der Energiewende: Chemische Schutzvorrichtungen im Einsatz für die Wimndenergie © Bigstock-Rost-9
„Schutz und Schild“ der Energiewende: Chemische Schutzvorrichtungen im Einsatz für die Wimndenergie © Bigstock-Rost-9

Brauchen Windräder Schutz vor dem Wind? Ja! Damit der Wind die Rotoren nicht buchstäblich zerzaust, sind Beschichtungssysteme notwendig. Je geringer die Materialerosion desto mehr Sicherheit und Effizienz bringt eine Windkraftanlage - ob auf See oder an Land. Hier setzt ein Kunststoff an, den die chemische Industrie als Partner der Energiewende entwickelt und herstellt.

Zum Schutz vor dem Verschleiß durch Umwelteinflüsse hat die Chemie besondere Beschichtungssysteme für Rotorblätter entwickelt. Diese Hightech-Beschichtungen sorgen für lange Wartungsintervalle, die zur Wirtschaftlichkeit der Anlagen beitragen. Durch sie drehen sich die Rotoren über Jahre hinweg stoisch im Wind – unbeeinträchtigt von Regen, Schnee, Sonne, Sturm, Hitze, Kälte und UV-Strahlung. Die Beschichtung, die in einem ersten Schritt aufgebracht wird, basiert häufig auf dem abriebbeständigen und UV-resistenten Kunststoff Polyurethan, aber auch auf Polyester- oder Epoxidharzen. Zum Ausgleich kleiner Oberflächenmakel nach dem Formen dient eine Spachtelmasse auf Methacrylatbasis. Und weil die Windkrafträder zwar blendend funktionieren, aber kein Sonnenlicht reflektieren sollen, sind die final aufgetragenen Decklacke matt. Piloten und Anwohner danken es.

Die "Rüstungen" der Windträgersysteme sind nur ein Beispiel für die Entwicklungen der deutschen Chemie für die Energiewende. Um solche Innovationen schaffen zu können, braucht die chemische Industrie eine verlässliche Energiepolitik. Diese Innovationskraft setzt das EEG heute nur bedingt frei.