Innovations-Update Nr. 5: Solarstrom to go

Solarstrom mobilisiert die Energiewende

Ladetechniken der chemischen Industrie ermöglichen auch den mobilen Einsatz von Solarenergie. Mithilfe organischer Solarzellen lässt sich das Ladesystem hauchdünn auf Folien drucken.

Beispiel für mobile Stromversorgung: Spezialfolien lenken Sonnenenergie direkt ins Reisegepäck. © Vitalalp - Bigstock
Beispiel für mobile Stromversorgung: Spezialfolien lenken Sonnenenergie direkt ins Reisegepäck. © Vitalalp - Bigstock

Die digitale Gesellschaft wird mobiler. Wichtigstes Arbeitsgerät für viele: das Handy. Damit das mobile Büro jederzeit einsatzbereit ist, wird eine der nächsten Entwicklungsstufen eine immer und überall verfügbare Ladetechnologie sein.

Mobiler Solarstrom ist allerdings nichts völlig Neues. Schon 2007 wurde der Solarstrom mobil. Mit dem ersten portablen Ladegerät ließ sich das Handy mittels polykristalliner Solarzellen auch unterwegs aufladen. Bis aus Silizium, dem zweithäufigsten Element der Erde, die dafür nötigen blauen Zellen werden, sind aufwändige Veredelungsverfahren notwendig. Denn nur kristallines Silizium mit einem Reinheitsgrad von fast 100 Prozent kann für Solarzellenproduktion genutzt werden. Eine interessante Zukunftsperspektive sind organische Solarzellen, die auf Kohlenwasserstoffverbindungen basieren. Zwar liegt ihr Wirkungsgrad noch unter dem kristalliner Zellen. Aber sie lassen sich hauchdünn auf Folien aufdrucken und dadurch sehr flexibel handhaben.

Ein Handy-Ladegerät könnte so zum Beispiel auf der Kleidung oder einer Tasche aufgebracht oder als transparente Folie im Sonnenlicht ausgerollt werden.

Für die Entwicklung dieser und weiterer Innovationen für eine zukunftsfähige Energieversorgung ist die chemische Industrie auf eine verlässliche Energiepolitik angewiesen. Doch diese Innovationskraft setzt das geltende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nur bedingt frei. Die chemische Industrie plädiert daher für eine grundlegende Reform des EEG, zu der Sie hier weitere Gesichtspunkte kennenlernen können.

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