Innovations-Update Nr. 1:

Die Spiegle-dich-nicht-Schicht

Die Energiewende sieht hohe Ausbauziele für erneuerbare Energien vor: Bis 2050 sollen sie mindestens 80 Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Um das Ziel zu erreichen, braucht es technische Innovationen.

Mehr Energie für Ihr Haus: Sonnenkollektoren mit möglichst lichtdurchlässigen Scheiben dank Innovationen aus der Chemie - Foto: © Gyula Gyukli - Fotolia.com
Mehr Energie für Ihr Haus: Sonnenkollektoren mit möglichst lichtdurchlässigen Scheiben dank Innovationen aus der Chemie - Foto: © Gyula Gyukli - Fotolia.com

Wir als chemische Industrie möchten Ihnen mit unserer Serie „Innovations-Updates" Einblicke ins Labor geben. Hier arbeiten wir am Feinschliff für Photovoltaik, Windenergie & Co.

Heute berichten wir zum Problem Lichtverlust durch Reflektion – und über die innovative Lösung, die Chemiker dazu entwickelt haben: Gegen die Witterung müssen Solarthermie- bzw. Sonnenkollektoren mit einer möglichst lichtdurchlässigen Scheibe geschützt werden. Doch selbst hochwertiges Glas reflektiert mindestens 10 % des eintreffenden Lichts.

Um diesen Verlust zu minimieren, hat die Chemie spezielle Antireflexionsbeschichtungen entwickelt. Weniger als 1–2 % des Lichts werden damit reflektiert. Auch lassen die beschichteten Scheiben bei schräg stehender Sonne mehr Licht durch als nichtbeschichtete. Die einlagige, mit nanokleinen Poren versehene Antireflexionsschicht ist mit nur 140 nm hauchdünn.

Zu ihrer Herstellung im Sol-Gel-Verfahren werden die Scheiben in ein Bad mit Siliziumdioxid-Lösung getaucht und dann bei 650° C gebrannt. Die resultierende Beschichtung zieht keinen Schmutz an, ist abriebfest und steigert die Wirtschaftlichkeit von Solarthermie-Anlagen deutlich.

Möchten Sie mehr Informationen zur chemischen Industrie und wie ein runderneuertes EEG auch mehr Raum für technische Innovationen schaffen kann? Lesen Sie hier mehr dazu.

Und hier finden Sie unsere weiteren Innovations-Updates: