Innovations-Update Nr. 3:

Hauchdünn und voller Spannung

Die chemische Industrie trägt mit innovativen Techniken dazu bei, die Energiewende zum Erfolg zu führen: So kann zum Beispiel organische Photovaltaik neue Einsatzgebiete für Energie aus Sonnenlicht erschließen.

So geht Energiewende: Nur mit innovativen Lösungen, auch aus der Chemie, können regenerative Energiequellen ihre Aufgabe erfüllen. © Bigstock: zlikovec
So geht Energiewende: Nur mit innovativen Lösungen, auch aus der Chemie, können regenerative Energiequellen ihre Aufgabe erfüllen. © Bigstock: zlikovec

Ob Mini-Solarzelle im Taschenrechner oder große Solaranlage auf dem Hausdach: Die blauen Solarzellen aus Silizium sind immer eins: hart und unbiegsam. Doch das kann sich mit der organischen Photovoltaik ändern.

Organische Halbleitermaterialien auf Kunststoffbasis absorbieren das Sonnenlicht und wandeln es in elektrischen Strom um. Die organischen Solarzellen sind einfach, energiearm und kostengünstig herzustellen, indem die Halbleitermaterialien auf Folien aufgedampft oder gedruckt werden.

So entstehen hauchdünne, flexible Solarzellen. Eine Herausforderung sind allerdings die im Vergleich zu Solarsilizium noch geringe Lebensdauer und der geringe Wirkungsgrad. Erste Einsatzbereiche sind mobile Ladegeräte.

Künftig könnten diese Folien auch großflächig an Fassaden und Fenstern zur Stromerzeugung dienen. Organische Photovoltaik hat enormes Potenzial. Um solche Innovationen zu schaffen, braucht die chemische Industrie eine verlässliche Planungsgrundlage. Dazu gehört eine effiziente Kostenplanung für die Energiewende. Diese zentrale Bedingung für Innovationen kommt im derzeitigen EEG zu kurz. Wir als chemische Industrie plädieren für eine Reform des EEG, zu der Sie hierweitere Aspekte kennenlernen können.

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