Das sind die großen Kostenblöcke

Infografik: Herausforderung Energiewende

Eine Infografik des VCI beleuchet Aufgaben und Kosten des energiepolitischen Umbaus der Stromerzeugung.

Herausforderung Energiewende: Schaubild zur Illustration der Aufgaben und Kosten des energiepolitischen Umbaus der Stromerzeugung. - Bild: © VCI
Herausforderung Energiewende: Schaubild zur Illustration der Aufgaben und Kosten des energiepolitischen Umbaus der Stromerzeugung. - Bild: © VCI

Mit der Energiewende hat sich Deutschland ein großes Projekt vorgenommen, das die gesamte Gesellschaft betrifft. Welche Aufgaben stehen dabei an? Und welche Kosten entstehen dadurch? Dazu gibt die VCI-Infografik Antworten. Die deutsche Chemie steht zur Energiewende. Wichtig ist aber, dass sie so effizient wie möglich verläuft, damit die Kosten nicht weiter aus dem Ruder laufen. Der VCI wirbt daher für eine neue Finanzierung des EEG und für weitere politische Reformen.






Das Gesamt-Schaubild

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VCI-Schaubild
VCI-Schaubild "Herausforderung Energiewende" - Klick auf's Bild liefert eine Großdarstellung bzw. eine Datei in druckfähiger Auflösung zum Download! © VCI

Quellen: BDEW, BMWi, DIHK, Eurostat, Netztransparenz, Öko-Insititut, VCI

Die Kostenblöcke der Energiewende in 7 Detailgrafiken

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Massiver Ausbau der erneuerbaren Energien, massiver Kostenanstieg
Massiver Ausbau der erneuerbaren Energien, massiver Kostenanstieg

Fossile Kraftwerke als „doppelter Boden
Fossile Kraftwerke als „doppelter Boden"

Teure Stabilisierungsmaßnahmen
Teure Stabilisierungsmaßnahmen

Risiko Offshore-Umlage
Risiko Offshore-Umlage

Planwirtschaftliche Reserven
Planwirtschaftliche Reserven

Achillesferse Netzausbau
Achillesferse Netzausbau

Abwanderung der Investitionen in energieintensive Produktion durch hohe Strompreise
Abwanderung der Investitionen in energieintensive Produktion durch hohe Strompreise

Die Zusammenfassug

Der Ausbau der erneuerbaren Energien übertrifft die politischen Ziele. Die Kosten steigen unaufhaltsam an. Leidtragende: Alle Stomverbraucher.

Das Fazit

Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Umlagesystem für die Förderung des Ausbaus sollte einer Finanzierung aus Haushaltsmitteln Platz machen.

Die Erläuterungen

Die Energieversorgung der Zukunft muss erheblich CO2-ärmer sein. Daran lässt auch die Chemie-und Pharma-Industrie keinen Zweifel. Im Gegenteil: Die Branche unterstützt den Ausbau der erneuerbaren Energien. Viele Unternehmen der Chemie erforschen beziehungsweise liefern Lösungen für immer effizientere Windkrafträder und Solarzellen oder für innovative Speichertechnologien, mit denen wind- und sonnenarme Zeiten überbrückt werden können. Doch der Ausbau der erneuerbaren Energien, der seit mehr als 16 Jahren über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt wird, stößt an seine Grenzen.

Die Erfahrung lehrt: Zwar schickt die Sonne keine Rechnung, doch ist die Energiewende nicht zum Nulltarif zu haben. Im Gegenteil, auch 2017 wird die EEG-Umlage, über die sämtliche Betreiber von Erneuerbaren-Energien- Anlagen vergütet werden, erneut steigen – auf dann 6,88 Cent/kWh. Diesen Aufschlag zahlen die Verbraucher über ihre Stromrechnung. Zwar sind besonders energieintensive Unternehmen zum großen Teil von dieser Umlage befreit, aber 90 Prozent der Chemiebetriebe – dazu gehören vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen – zahlen sie in voller Höhe. Eventuelle Einsparungen durch sinkende Börsenstrompreise werden dadurch wieder aufgehoben.

Hinzu kommen weitere Kosten durch die Energiewende – und auch diese steigen stetig: So zahlen Industriekunden heute knapp 50 Prozent höhere Netzentgelte als noch 2009. Diese Belastungen benachteiligen die meisten der deutschen Chemie-Unternehmen im Vergleich mit ihren ausländischen Konkurrenten stark. So sind Strom und Gas hierzulande in vielen Fällen bereits 2,5-mal teurer als in den USA. Die Gefahr steigt, dass insbesondere mittelständische Unternehmen ihre Produktion in Länder mit niedrigeren Energiekosten verlagern.

Doch der unverhältnismäßig starke Anstieg der Energiekosten insbesondere für kleinere und weniger energieintensive Stromverbraucher ist nur eines von vielen Problemen der Energiewende. Zudem sind wichtige Infrastrukturfragen auch 16 Jahre nach der Einführung des EEG noch nicht ausreichend beantwortet: Wie stark soll das Netz für den Transport von Strom aus erneuerbaren Energien ausgebaut werden – und entlang welcher Trassen? Wie kann die Versorgungssicherheit ohne massive Zusatzkosten gewährleistet bleiben, falls der Wind einmal nicht weht oder die Sonne nicht stark genug scheint?

Um das gesamtgesellschaftliche Megaprojekt Energiewende trotz all seiner strukturellen Probleme und offenen Fragen zum Erfolg zu führen, setzt sich die Chemie seit langem für eine bessere Koordination und Kontrolle des Ausbaus der Erneuerbaren sowie für ein neues Finanzierungssystem des EEG ein. Leider haben alle bisherigen Reformanstrengungen noch nicht die ersehnten Verbesserungen erbracht. Spätestens in der nächsten Legislaturperiode muss deshalb eine grundlegende EEG- Reform endlich dafür sorgen, dass die Energiewende noch bezahlbar bleibt. Nur dann können die hiesigen Chemie-Unternehmen ihre Leistungsfähigkeit bewahren, um weiterhin innovative Lösungen für eine CO2-arme Zukunft zu schaffen und den Wohlstand Deutschlands mit guten und sicheren Arbeitsplätzen dauerhaft zu sichern.


Schaubild und Detailgrafiken können über das oben links eingeblendete Medienkarussel in diversen Formaten heruntergeladen werden. Oder besuchen Sie über den hier unterlegten Link direkt unseren Bereich „Infografiken" aus der Mediathek. Das Gesamt-Schaubild steht auch im Download-Bereich im Kopf dieser Seite („Ergänzende Downloads") in mehreren Formaten bereit.

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann im Kurzvideo:

Utz Tillmann zu den Herausforderungen der Energiewende VCI

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Ansprechpartner

Sebastian Kreth

E-Mail: kreth@vci.de