Corona: VCI-Positionspapier

Auswirkungen der Corona-Krise auf den Mittelstand

Mittelständische Unternehmen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie fürchten, dass die Hilfen der Bundesregierung gegen Liquiditätsengpässe im Rahmen des Corona-Schutzschildes bei ihnen nicht ankommen.

Das „KfW-Sonderprogramm für Unternehmen“ sieht vergünstigte Kredite vor, die mittels der Hausbank bei der KfW beantragt werden können. -Bild: © KfW-Bildarchiv/Ruediger Nehmzow
Das „KfW-Sonderprogramm für Unternehmen“ sieht vergünstigte Kredite vor, die mittels der Hausbank bei der KfW beantragt werden können. -Bild: © KfW-Bildarchiv/Ruediger Nehmzow

Vor allem kleinere Unternehmen drohen durch das Raster der Stützungsmaßnahmen des Bundes zu fallen.

Der Grund: Direkte Liquiditätshilfen in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse für durch die Corona-Krise ausgelöste Schäden und Einnahmeausfälle sind für sehr kleine Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe vorgesehen. Großen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern steht im Falle von Liquiditätsengpässen und Finanzierungsbedarf unter bestimmten Voraussetzungen der neu aufgelegte Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zur Verfügung.

Unternehmen mit einer geringeren Mitarbeiterzahl, aber auch größere Mittelständler, für die der Wirtschaftsstabilisierungsfonds nicht in Frage kommt, sollen über das „KfW-Sonderprogramm für Unternehmen“ gestützt werden. Es sieht vergünstigte Kredite vor, die mittels der Hausbank bei der KfW beantragt werden können.

Aus Sicht der betroffenen Mittelständler ist das zu wenig. Geplant ist, dass die KfW je nach Unternehmensgröße 80 beziehungsweise 90 Prozent des Kreditrisikos trägt. Das verbleibende Risiko wird von den Hausbanken der Unternehmen übernommen. Der dafür notwendige Prüfungs- und Bewertungsprozess kostet Zeit. Schlimmstenfalls scheitert daran sogar die Kreditvergabe, wenn das Unternehmen eine schlechte Bonität hat oder keine Sicherheiten stellen kann.

Das vollständige Positionspapier „Auswirkungen der Corona-Krise auf den Mittelstand" PDF 171 Kb hier oder im Kopf dieser Seite zum Download.

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Ansprechpartner

Martin Stuhl

E-Mail: stuhl@vci.de