Gemeinsames Positionspapier von VCI, IKW, IVC, PlasticsEurope und TEGEWA

Abfälle und kleine Partikel in der Meeresumwelt

Der Schutz der Meere stellt eine wichtige Aufgabe dar, der sich auch die chemische Industrie verpflichtet weiß. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Reduzierung des Eintrags von Fremdstoffen, speziell von Abfällen aller Art, in die Ozeane. Das Problem ist unter dem Stichwort „Marine Litter“ bekannt. Ein gemeinsames Positionspapier von VCI und vier seiner Fachverbände soll zur Versachlichung des Themas beitragen.

Der Schutz der Meere stellt eine wichtige Aufgabe dar, der sich auch die chemische Industrie in ihrem Bemühen um Nachhaltikeit verpflichtet weiß. Die Branche und ihre Sektoren engagieren sich daher mit eigenen Lösungsansätzen dafür, den Eintrag von Fremdstoffen in die Ozeane so gering wie möglich zu halten. - Foto: © Jens Metschurat - Fotolia.com
Der Schutz der Meere stellt eine wichtige Aufgabe dar, der sich auch die chemische Industrie in ihrem Bemühen um Nachhaltikeit verpflichtet weiß. Die Branche und ihre Sektoren engagieren sich daher mit eigenen Lösungsansätzen dafür, den Eintrag von Fremdstoffen in die Ozeane so gering wie möglich zu halten. - Foto: © Jens Metschurat - Fotolia.com

Gemeinsames Positionspapier von:

Hintergrund und Intention

Das Wissen über die Bedeutung der Meere als sensibles Ökosystem wächst stetig. Der Meeresschutz stellt daher eine wichtige Aufgabe dar. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Reduzierung des Eintrags von Fremdstoffen, speziell von Abfällen aller Art, in die Ozeane, um dem Problem des sogenannten „Marine Litter“ zu begegnen.

Der Fremdstoffeintrag wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. So hängt er unter anderem ab vom Verbraucherverhalten, der jeweiligen Region oder auch den dort vorhandenen Infrastrukturen. Art und Zusammensetzung sind vielfältig: Bei den Einträgen handelt es sich um Werkstoffe wie z. B. Kunststoff, Gummi, Glas, Metalle, Wachse oder Textilien. Deshalb sind die Abfalleinträge nicht allein an einem bestimmten Werkstoff oder Produkt festzumachen.

Eine wesentliche Ursache des Abfalleintrags in die Meere liegt häufig in unzureichenden Abfallwirtschaftssystemen. In zahlreichen Ländern der Welt ist heute die Deponierung immer noch der Hauptentsorgungspfad, die Abfallverwertung spielt dagegen keine nennenswerte Rolle (sogenannte Deponieländer). Ein weiterer Grund ist der zum Teil achtlose Umgang bei der Entledigung von Verbraucherabfällen. Aus diesem Grunde sind Information und Aufklärung wesentliche Maßnahmen, um dem Marine-Litter-Problem zu begegnen. Zudem muss das Abfallrecht in den Deponieländern zu einer funktionierenden Abfallverwertung weiterentwickelt und dabei in geeigneter Weise vollzogen werden.

Abfälle aus Kunststoff sind in die Diskussion geraten wegen des direkten Vorkommens von unsachgemäß entsorgten Gebrauchsgegenständen, die etwa über Flüsse transportiert in den Meeren landen oder an Küsten angespült werden. Außerdem kommt es wegen des partiellen Abbaus größerer Partikel zu kleineren sowie auch über einen möglichen Direkteintrag kleinerer Partikel, etwa durch Verbraucherprodukte oder Abrieb, zu einem Eintrag in die Umwelt. Hierdurch können negative Auswirkungen auf die Umwelt entstehen.

Zweck des vorliegenden Positionspapiers ist es, zur Versachlichung des Themas beizutragen, indem die verschiedenen Ursachen strukturiert erfasst und Lösungsansätze seitens der Industrie benannt werden. Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Positionspapier der folgenden Verbände:

Inhalt des Positionspapieres

Im Detail werden folgende Themenkomplexe bzw. relevante Einträge betrachtet und jeweils die Lösungsansätze der chemischen Inustrie und ihrer Sektoren dargestellt:

  1. Abfall
  2. Kleine Partikel im Wasser
    1. Kosmetische Artikel
    2. Synthtische Fasern
    3. Abwasserbehandlung
    4. Pellets für die industrielle Weiterverarbeitung

Fazit: Fortsetzen des Engagements der Industrie

Die Herstellerbranchen der chemischen Industrie unterstützen das Ziel und die notwendigen Maßnahmen, sowohl Abfalleinträge als auch den Eintrag von kleinen Partikeln in die Meere zu verringern. So engagiert sich die Kunststoffindustrie aktiv als eine der unterzeichnenden Organisationen der weltweiten „Joint Declaration for Solutions on Marine Litter“ und fokussiert sich insbesondere auf die Erarbeitung der notwendigen Faktenbasis.

Die chemische Industrie sowie die Hersteller und Anwender von Kunststoffen stehen mit ihrem Know-how für den konstruktiven, sachlichen Dialog zur Verfügung. Sie unterstützen darüber hinaus sowohl Beiträge, die das Bewusstsein des Verbrauchers schärfen und ihn über seine Rolle und Verantwortung aufklären, als auch Ansätze, die heutigen Deponieländern in Europa zum Aufbau ihrer Entsorgungsinfrastrukturen verhelfen.

Das vollständige Positionspapier mit einem Umfang von 8 Seiten finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite (sog. "Langfassung").

Mehr zum Thema

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Andrea Heid

E-Mail: heid@vci.de

Dr. Michael Lulei

E-Mail: lulei@vci.de