Gesundheitspolitik

Niveau der deutschen Gesundheitsversorgung sichern

Die Pharmaindustrie leistet wichtige Beiträge für den medizinischen Fortschritt. Sie investiert jährlich Milliarden in die Forschung neuer Therapieformen und in die Weiterentwicklung bereits bewährter Wirkstoffe. Den Nutzen davon spüren zum Beispiel die 2,4 Millionen Menschen in Deutschland, die an Hepatitis C erkrankt sind, jeden Tag. Dank hochwirksamer Medikamente ist die Krankheit heutzutage weitgehend heilbar: Binnen 15 Jahren stieg die Heilungsrate von 41 auf mehr als 95 Prozent . Im selben Zeitraum sank die Behandlungsdauer von 48 auf maximal 12 Wochen (Quelle: BPI).

Ein hohes Niveau der gesundheitlichen Vor- und Fürsorge zu halten, gelingt nur mithilfe innovativer Therapieformen. - Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com
Ein hohes Niveau der gesundheitlichen Vor- und Fürsorge zu halten, gelingt nur mithilfe innovativer Therapieformen. - Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com

Trotz ständig neuer Innovationen und der Vielfalt neuer Behandlungsmöglichkeiten wird der Pharmasektor häufig vorrangig unter Kostengesichtspunkten betrachtet - mit negativen Folgen für all jene Patienten, die auf neue Therapien hoffen. Damit das hohe Niveau der Gesundheitsversorgung gestärkt und ausgebaut werden kann, müssen innovative Therapien und Wirkstoffe gefördert werden.

Faire Preise für hohen Forschungsaufwand

Die Entwicklung eines Medikaments mit neuem Wirkstoff bedeutet intensive Forschungsarbeit. Dafür müssen etwa zehn bis 13 Jahre und durchschnittlich rund 1 Milliarde Euro Kosten veranschlagt werden. Damit sich die forschenden Unternehmen das leisten können, ist eine angemessene Preisgestaltung nötig. Dies steht im Widerspruch zum seit 2009 geltenden Preismoratorium für pharmazeutische Produkte. Pharmazeutische Unternehmen sollten den Preis für innovative Medikamente auch in Zukunft im ersten Jahr nach der Zulassung frei festsetzen dürfen. Eine Einschränkung dieses Prinzips durch eine Umsatzschwelle würde innovationshemmend wirken.

Hürden abbauen

Ein Ziel von Gesundheitspolitik muss es sein, neue Therapien und Wirkstoffe möglichst schnell den betroffenen Patienten zur Verfügung zu stellen. Dazu braucht es möglichst unbürokratische Verfahren – etwa bei klinischen Studien. Deutsche Sondervorschriften sorgen hier aber für erhebliche Verzögerungen.


Die Chemie- und Pharma-Branche ist überzeugt: Gute und nachhaltige Industriepolitik ist nicht nur für die betroffenen Unternehmen relevant – sondern für die Gesellschaft als Ganzes. Deshalb regen wir einen Diskurs über die industriepolitischen Aspekte der Bundestagswahl am 24. September 2017 an: Mehr auf unserer Seite www.vci.de/btw17