FCI fördert angehende Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen

Chemikerausbildung trotz Pandemie gesichert

15. Dezember 2020 | Bericht

Herausragende Forschungsleistungen lohnen sich: Eine Nachwuchswissenschaftlerin in Anorganischer Chemie darf sich über ihr Liebig-Stipendium freuen. Der Fonds der Chemischen Industrie hat diese Fördermaßnahme im Dezember zum zehnten Mal in diesem Jahr vergeben. Das Förderwerk des VCI für den Nachwuchs in der Chemie unterstützt seit vielen Jahrzehnten Schulen, Projekte der Grundlagenforschung sowie Nachwuchswissenschaftler und Stipendiaten mit vielfältigen Förderprogrammen.

Der Fonds der Chemischen Industrie bietet ein spezielles Förderprogramm für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an, die eine Professur anstreben. - Foto: © Photographee.eu/stock.adobe.com
Der Fonds der Chemischen Industrie bietet ein spezielles Förderprogramm für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an, die eine Professur anstreben. - Foto: © Photographee.eu/stock.adobe.com

Exzellenz in Forschung und Lehre hat im Chemiebereich Tradition. Studium und Promotion in der Chemie an deutschen Hochschulen gelten weltweit als vorbildlich und Chemiker, die ihre Ausbildung hier absolviert haben, sind gesucht. Voraussetzung dafür sind ausgezeichnete Hochschullehrer. Deshalb bietet der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) ein spezielles Förderprogramm für Wissenschaftler an, die eine Professur anstreben. Dazu müssen sie in einer ersten Qualifikationsphase eine Nachwuchsgruppe gründen mit dem Ziel, unabhängig zu forschen und eigene Ideen umzusetzen. Seit 1990 hat der FCI über 300 angehende Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen durch ein Liebig-Stipendium gefördert. Mehr als zwei Drittel forschen und lehren inzwischen als Professoren im In- und Ausland.

Förderung für bis zu 5 Jahre

Voraussetzungen für den Erhalt dieser Unterstützung sind hervorragende Studien- und Forschungsleistungen und eine überzeugende Publikationsliste. Außerdem müssen die Bewerber einen Forschungsplan vorlegen, der sowohl durch Originalität als auch Machbarkeit überzeugt und den Kandidaten bis zur nächsten Karrierestufe trägt. Die Förderung kann zunächst für drei Jahre beantragt und dann um zwei weitere Jahre verlängert werden. Die Ausstattung enthält eine monatliche Stipendienrate, ein Reisebudget zu wissenschaftlichen Tagungen, Computer und Fachliteratur sowie Sachmittel für Laborgeräte und Chemikalien für experimentelles Arbeiten. Zusätzlich kann ein wissenschaftlicher Mitarbeiter ausgewählt werden, den der Fonds mit einem Doktorandenstipendium finanziert.

Besonders interessant ist die Möglichkeit, das Liebig-Stipendium mit einer während der Stipendienlaufzeit eingeworbenen Juniorprofessur zu kombinieren. In diesem Fall werden die verbleibenden monatlichen Stipendienraten in Sachmittel umgewandelt. Das erhöht die in der Regel geringe Ausstattung der Juniorprofessur beträchtlich und macht damit dieses Kombinationsmodell besonders attraktiv.

Service:

Das Förderprogramm des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) zum Download


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Dr. Stefanie Kiefer

Kontaktperson

Dr. Stefanie Kiefer

Fonds Dozentenpreis, Sachmittel für Hochschullehrernachwuchs, Stipendienprogramm