Technologieplattform SusChem

Eine gemeinsame Initiative von CEFIC, EuropaBio, DG Forschung sowie auf deutscher Seite von DECHEMA, DIB, GDCh und VCI

Am 6. Juli 2004 wurde in Brüssel in Gegenwart von EU-Kommissar Busquin und Vertretern des VCI das im forschungspolitischen Ausschuss von CEFIC in Zusammenarbeit mit EuropaBio ausgearbeitete Konzept einer "European Technology Platform for Sustainable Chemistry" ( www.suschem.org ) der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Plattform will die internationale Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie und der Chemiewissenschaft in Europa stärken durch:

  1. eine starke Verankerung der Chemie im 7.und 8. EU-Forschungs-Rahmenprogramm und
  2. die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Chemie-Innovationen in der EU.

Thematisch bildet die Plattform drei fachliche Schwerpunkte:

  • Industrielle Biotechnologie
  • Neue Materialien/Werkstoffe (einschließlich Nanotechnologie)
  • Reaktions- und Prozess-Design (einschließlich Katalyse und organischer Chemie

Mit übergreifenden Themen wie Bildung und Ausbildung, Rahmenbedingungen für Kooperationen von Wissenschaft und Industrie, Sicherheitsaspekten, Regulierung und Venture Capital befasst sich ein horizontales SusChem-Gremium. Eine Spiegelgruppe der Mitgliedstaaten stellt die Vernetzung mit der nationalen Forschungsförderung sicher. Auch die Partner entlang der Wertschöpfungskette sind in die Plattform eingebunden.

In den Arbeitsgruppen der Technologieplattform werden unter anderem best-practices zur staatlichen Innovationsförderung und zur Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft aus den einzelnen, bei SusChem beteiligten Ländern gesammelt mit dem Ziel, diese auf europäischer Ebene beziehungsweise in den einzelnen Ländern umzusetzen.

Im 7. FRP wurde eine gute Umsetzung der von SusChem vorgeschlagenen Themen in den Bereichen Energie, Neue Materialien/Werkstoffe, Biotechnologie sowie Informations- und Kommunikationstechnologien erzielt.

SusChem hat sich zudem für effiziente Beteiligungsregeln im 7. FRP eingesetzt. Im Mittelpunkt der Gespräche mit der DG Forschung standen u.a. Fragen des Zuschnitts der Ausschreibungen (erforderliche Anzahl der Projektpartner, weitere Randbedingungen), der Antragstellung (zweistufiges Verfahren), Evaluierung (Auswahl nach Exzellenz), Nachweis der Mittelverwendung und der Rechte am geistigen Eigentum. Des Weiteren wurden mit der EU-Kommission und der European Investment Bank (EIB) Gespräche zur Verbesserung der Finanzierung der FuE-Aktivitäten von start-ups und kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) geführt.

Regelmäßig finden Treffen aller SusChem-Stakeholder statt.

Zur Beförderung der Kontakte zwischen den Industriepartnern und der Wissenschaft werden regelmäßig "brokerage events" durchgeführt. Hinweise hierzu gibt es auf den Webseiten www.suschem.org und www.suschem-d.de.

Begleitend zum Prozess der Umsetzung der Technologieplattform SusChem auf europäischer Ebene wurde auf nationaler Ebene in Deutschland die Technologieplattform "SusChem D" (www.suschem-d.de) eingerichtet. Ihr Ziel ist es, die Aktivitäten der europäischen Plattform zu unterstützen und dabei die spezifischen Stärken der deutschen chemischen Industrie und Wissenschaft im Rahmen der nationalen und auch regionalen Forschungsförderung auszubauen.

Die „Platform Vision“, die "Strategic Research Agenda", den "Implementation Action Plan" sowie den "Nationalen Implementierungsplan" finden sie als Download.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Martin Reuter

E-Mail: reuter@vci.de