Hohe Bedeutung von Forschung und Entwicklung:

Warum brauchen wir Innovationen?

Noch gehört Deutschland bei Forschung und Entwicklung zur weltweiten Spitze. Doch die Konkurrenz um innovative Verfahren und Produkte nimmt zu: Viele Industrie- und Schwellenländer unterstützen gezielt die Innovationskraft ihrer Unternehmen.

Noch gehört Deutschland bei Forschung und Entwicklung zur weltweiten Spitze. Doch die Konkurrenz um innovative Verfahren und Produkte nimmt zu. - Foto: © FS-Stock/stock.adobe.com
Noch gehört Deutschland bei Forschung und Entwicklung zur weltweiten Spitze. Doch die Konkurrenz um innovative Verfahren und Produkte nimmt zu. - Foto: © FS-Stock/stock.adobe.com

Gerade China investiert hohe Summen in Forschung und stellt großzügig Wagniskapital zur Verfügung. Mittelfristig wird es für den Forschungs- und Produktionsstandort Deutschland deshalb immer schwieriger, seine Top-Position zu verteidigen. Das gilt insbesondere für die im internationalen Wettbewerb stehenden forschenden Unternehmen der Chemie-, Pharma- und Biotechnologiebranche.

Forschung im industriellen Maßstab ist kein Selbstzweck: Sie steht am Anfang der Wertschöpfung. Gerade in der Chemie- und Pharmaindustrie wird an einem Forschungsstandort in der Regel auch die erste Pilotanlage und später die erste Produktionsanlage gebaut. Diese bildet oftmals den Kristallisationspunkt für die weitere Wertschöpfungskette.

Zudem stellen die steigende Erwartungshaltung an eine nachhaltige Wirtschaftsweise sowie die UN-Ziele der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ besondere Anforderungen an Deutschland als Forschungs- und Produktionsstandort.

Innovationsoffensive starten

Politik und Wirtschaft haben sich deshalb zum Ziel gesetzt, ab 2025 jährlich 3,5 Prozent des BIP in Forschung und Entwicklung zu investieren. Für die Industrie bedeutet das eine Steigerung ihrer Forschungsbudgets gegenüber 2015 um gut 50 Prozent.

Diese Zielmarke muss nun politisch flankiert werden. Konkrete Ansätze der Bundesregierung, wie die Fortschreibung der Hightech-Strategie und die Gründung der „Agentur für Sprunginnovationen“ sowie der neue Europäische Innovationsrat, weisen bereits in die richtige Richtung.

Darauf aufbauend sollte eine noch umfassendere und technologieoffene Industriepolitik umgesetzt werden. Zum Beispiel, um Fortschritte in der Energie- und Elektromobilitätsforschung oder in der Anwendung der Bioökonomie zu erreichen: Hier sollte der Staat bahnbrechende, neue Ansätze ebenso fördern wie die Weiterentwicklung bereits bestehender Technologien. Das übergeordnete Ziel lautet, hierzulande marktreife Innovationen zu realisieren, um mit zukunftsweisenden Produkten auf den Exportmärkten zu reüssieren.

INFOGRAFIK: Innovationswettbewerb der Chemie wird härter

Länder-Anteile an den weltweiten internen FuE-Ausgaben in Chemie und Pharma, 2010 und 2017; Quellen: Chemdata International, VCI

Deutschland zählt zu den führenden Chemie-Forschungsstandorten und steht hinter den USA, China und Japan auf Platz 4. Doch wie in den meisten anderen führenden Industriestaaten sinkt der Anteil an den weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Das gilt auch für die gesamte EU. Die Schwellenländer hingegen holen auf – allen voran China. Die starke Stellung der USA beruht auf der Größe ihrer Volkswirtschaft und ihrer Führungsrolle bei Pharma und Biotechnologie. - Klick auf die Grafik vergrößert sie!
Deutschland zählt zu den führenden Chemie-Forschungsstandorten und steht hinter den USA, China und Japan auf Platz 4. Doch wie in den meisten anderen führenden Industriestaaten sinkt der Anteil an den weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Das gilt auch für die gesamte EU. Die Schwellenländer hingegen holen auf – allen voran China. Die starke Stellung der USA beruht auf der Größe ihrer Volkswirtschaft und ihrer Führungsrolle bei Pharma und Biotechnologie. - Klick auf die Grafik vergrößert sie!

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Dieser Beitrag ist Teil des VCI-Politikbriefs spezial „Zukunft durch Forschung" (Juni 2019).











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Dr. Hans-Jürgen Klockner

E-Mail: klockner@vci.de