VCI-Positionen zur „Zukunft durch Forschung“

VCI-Empfehlungen zur Förderung von Forschung und Innovation im Mittelstand der Chemieindustrie

Die traditionellen Unternehmen und der Mittelstand sind Innovationsträger - auch in der Chemieindustrie. Aus Sicht des VCI gilt es, in Forschungspolitik und Innovationsförderung diejenigen Aspekte zu berücksichtigen, die für Struktur, Geschäftsmodelle und Marktbedingungen des Mittelstandes in der chemischen Industrie spezifisch sind. Im vorliegenden Papier spricht der VCI Empfehlungen für die Forschungsförderung im KMU-Bereich aus und bewertet die aktuellen Programme der Bundesregierung auf diesem Gebiet.

Warum Forschungsförderung?

Forschungsförderung über staatliche Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) senkt die Einstiegsbarriere für den Unternehmer und gibt den Unternehmen die Möglichkeit, mit den Partnern in ihrer jeweiligen Wertschöpfungskette oder ihren Wertschöpfungsketten dort zu kooperieren, wo die erkannten Innovationspotenziale nicht allein gehoben und wodurch darüber hinaus zusätzliche Innovationspotenziale identifiziert werden können. Staatliche Forschungsförderung beispielsweise über Verbundprojekte teilt das Risiko unter den Industriepartnern und generiert darüber hinaus über die Wertschöpfungskette die notwendige kritische Masse für die Erschließung bereits etablierter oder zukünftiger Märkte. Ein weiterer wichtiger Aspekt für alle Unternehmen ist die Möglichkeit, Kontakte zu potenziellen Koopera-tionspartnern aus Hochschulen und der Akademia zu knüpfen, womit externes Know-how in die Prozesse der Unternehmen eingebracht und wiederum neue Themen und mögliche Geschäftsfelder für die Unternehmen erschlossen werden können. Nicht zuletzt bietet die Beteiligung an der Förderung von Forschung und Innovationen die Möglichkeit, die insbesondere für den Mittelstand in der Chemieindustrie wichtige Frage der Nachwuchssicherung zu befördern.

Innovationsförderung im Mittelstand

Dies gilt nun für alle Unternehmen, aber ganz besonders für den industriellen Mittelstand, nicht zuletzt in der Chemieindustrie, der gemeinsam mit größeren und mit Großunternehmen Teil einer Innovationskette an der Basis der Wertschöpfung der deutschen Industrie ist. Das vorliegende Positionspapier des VCI gibt Empfehlungen zur Verbesserung der Forschungspolitik. Darüber hinaus gilt es, in der Forschungspolitik und in der Innovationsförderung diejenigen Aspekte zu berücksichtigen, die für die Struktur, die Geschäftsmodelle und die Marktbedingungen des Mittelstandes spezifisch sind. Denn grundsätzlich hat die Forschungspolitik der Bundesregierung die Notwendigkeit, KMU gezielt zu fördern, erkannt. Dies findet die volle Unterstützung der Chemieindustrie, denn die traditionellen Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, und der Mittelstand sind Innovationsträger – auch in der Chemieindustrie. Die Diskussionen in der Branche zeigen die Wirksamkeit mittelstandsorientierter Förderprogramme: Generell erleichtern diese dem Mittelstand in der Chemieindustrie den Einstieg in Innovationsprojekte und die Einstellung von zusätzlichem Personal im FuE-Bereich.

Die Kernaussagen in der Zusammenfassung

  • Die Forschungspolitik hat die Notwendigkeit der Förderung von KMU erkannt. Dies findet die volle Unterstützung der Chemieindustrie, denn die traditionellen Unternehmen und der Mittelstand sind Innovationsträger – auch in der Chemieindustrie.
  • Die traditionellen Unternehmen in der Chemieindustrie bedürfen insbesondere vor dem Hintergrund immer schneller werdender weltweit vernetzter technologischer Innovationszyklen Impulse von Start-up-Unternehmen und Spin-offs aus dem Hochschul- und Forschungsbereich.

Die Forderungen des VCI in der Zusammenfassung

  • Es sollten spezifische Förderprogramme für technologiefokussierte mittelständische Unternehmen im Unternehmensgrößenbereich von etwa 500 - 2.500 Mitarbeitern mit stärkerem Anwendungsbezug aufgelegt werden.
  • Es sollten Spin-off- und Start-up-Firmen verstärkt gefördert und verbesserte Rahmenbedingungen für Innovationen geschaffen werden.
  • Administrative Anforderungen der Förderprogramme sind zu vereinfachen. Fördermaßnahmen sollten einer konsequenten Erfolgskontrolle unterzogen werden.
  • Damit sich Investitionen in Start-up-Unternehmen lohnen, sind gezielte Änderungen des Steuerrechts erforderlich. Daneben ist es wichtig, auch neue Formen der Wagniskapitalfinanzierung zu fördern.


Das vollständige Positionspapier des VCI mit einem Umfang von 6 Seiten finden Sie im Download-Bereich im Kopf dieser Seite (sog. "Langfassung").

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Ansprechpartner

Dr. Martin Reuter

E-Mail: reuter@vci.de