Forschungsstandort Deutschland

Staatliche Investitonen hinken hinterher

Sowohl bei den Bildungs- wie auch bei den Forschungsausgaben hinkt die öffentliche Hand in Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. Die Finanzplanung des Bundes bis 2023 und die dort angesetzte Kürzung bei den innovationsrelevanten Ausgaben läuft dem Ziel zuwider, die Forschungsausgaben bis 2025 auf 3,5 Prozent des BIP zu steigern.

„Think big" wäre angesagt, um den Innovationsstandort Deutschland zu stärken, doch die Realtät sieht anders aus: Sowohl bei den Bildungs- wie auch bei den Forschungsausgaben hinkt die öffentliche Hand in Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. - Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com
„Think big" wäre angesagt, um den Innovationsstandort Deutschland zu stärken, doch die Realtät sieht anders aus: Sowohl bei den Bildungs- wie auch bei den Forschungsausgaben hinkt die öffentliche Hand in Deutschland im internationalen Vergleich hinterher. - Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com

Die innovationsrelevanten Ausgaben der öffentlichen Hand sind an wichtigen Stellen rückläufig. So soll der Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2023 um knapp 4 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro sinken. Im für Innovationen ebenfalls wichtigen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie liegen die Einschnitte sogar bei 19 Prozent. Deutschland spart damit an der falschen Stelle.

Kürzungen im BMBF-Etat widersprechen dem politischen Ziel, die Forschungsintensität bis 2025 auf 3,5 Prozent zu erhöhen. Hinzu kommt, dass Deutschland bei den Bildungsausgaben im internationalen Vergleich auf den hinteren Rängen liegt. Wer in der Top-Liga der Forschungsnationen mitspielen will, braucht aber bestens ausgebildete Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Facharbeiter.

INFOGRAFIK: An falscher Stelle gespart

Finanzplanung für ausgewählte Bundesministerien, 2019 bis 2023, rundungsbedingte Ungenauigkeiten; Quelle. Bundesministerium der Finanzen (BMF), März 2019

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INFOGRAFIK: Bildungsausgaben sind unterdurchschnittlich

Ausgaben für Bildungseinrichtungen in Prozent des BIP im Länder-Vergleich, 2015; Quellen: OECD, VCI

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INFOGRAFIK: Außereuropäische Länder sind bei den Forschungsausgaben weiter

Anteil der FuE-Ausgaben am BIP im Länder-Vergleich, 2017; Quellen: OECD, VCI

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Dieser Beitrag ist Teil des VCI-Politikbriefs spezial „Zukunft durch Forschung" (Juni 2019).











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Ansprechpartner

Dr. Hans-Jürgen Klockner

E-Mail: klockner@vci.de