Bildungspolitische Positionen der chemischen Industrie

Digitale Bildung und Fachkräftesicherung 4.0

Der digitale Wandel stellt Wirtschaft und Gesellschaft vor neue Aufgaben. Um diese zu meistern, ist auch das gesamte Bildungssystem gefordert, Menschen jeden Alters angemessen und zielführend darauf vorzubereiten. Inwiefern die digitale Bildung auch für die Zukunftssicherung der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland von Bedeutung ist, war Thema eines Fachgesprächs mit Referenten der Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Es fand am 6. März 2018 im Berliner Hauptstadtbüro des VCI statt.

In ihren Impulsvorträgen gingen Andreas Ogrinz, BAVC-Geschäftsführer Bildung, Innovation und Nachhaltigkeit, und Christa Jansen, Referatsleiterin Schulförderung der Merck KGaA, auf die digitale Bildung ein. - Foto: © BAVC
In ihren Impulsvorträgen gingen Andreas Ogrinz, BAVC-Geschäftsführer Bildung, Innovation und Nachhaltigkeit, und Christa Jansen, Referatsleiterin Schulförderung der Merck KGaA, auf die digitale Bildung ein. - Foto: © BAVC

Impulsvorträge zu den Themen digitale Bildung in der Schule von Christa Jansen, Referatsleiterin Schulförderung der Merck KGaA, und digitale Kompetenzen in der beruflichen Bildung von Andreas Ogrinz, Geschäftsführer Bildung, Innovation und Nachhaltigkeit beim Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC), stimmten die Teilnehmenden auf die anschließende Diskussion ein. Unter anderem wurden wichtige Aspekte aus dem gemeinsamen Positionspapier von BAVC und VCI zur digitalen Bildung beleuchtet. Dazu zählen beispielsweise,

  • den Digitalpakt zügig und gleichberechtigt für alle Schulformen umzusetzen,
  • das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern rasch zu überwinden,
  • analoge und digitale Grundausbildung an allgemeinbildenden Schulen sicherzustellen,
  • mehr Investitionen in Infrastruktur und Lehrkräfte an Berufsschulen zu tätigen,
  • mehr arbeitsmarktrelevante IT-Kompetenzen in MINT-Studiengängen zu vermitteln.

Insgesamt waren sich die Teilnehmer einig, dass eine Verankerung digitaler Schlüsselkompetenzen im Lehrplan von enormer Bedeutung ist, um Schüler aller Bildungsgänge zur Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums im MINT-Bereich zu befähigen. Besonders die berufliche Bildung leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Gefragt sei aber auch die Eigeninitiative der Mitarbeiter: So komme es ebenfalls auf das selbstgesteuerte, lebenslange Lernen zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit in der digitalen Arbeitswelt an.

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Dieser Artikel ist im chemie report 05/2018 erschienen.

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Ansprechpartner

Dr. Verena Weidmann

E-Mail: weidmann@vci.de