Vorsorge/Prävention

Informationen aus dem Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed)

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Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) hat zum Ziel, durch geeignete Maßnahmen arbeitsbedingte Erkrankungen - einschließlich Berufskrankheiten - frühzeitig zu erkennen und zu verhüten. Damit soll zugleich ein Beitrag zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und zur Fortentwicklung des betrieblichen Gesundheitsschutzes geleistet werden.

​Zur Konkretisierung geeigneter arbeitsmedizinischer Vorsorgemaßnahmen und zur Herausgabe diesbezüglicher Empfehlungen wurde der Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gegründet. Seine Aufgaben sind:

  • dem Stand der Arbeitsmedizin entsprechende Regeln und sonstige gesicherte arbeitsmedizinische Erkenntnisse zu ermitteln,
  • Regeln und Erkenntnisse zu ermitteln, wie die in der ArbMedVV gestellten Anforderungen erfüllt werden können,
  • Empfehlungen für Wunschuntersuchungen aufzustellen,
  • Empfehlungen für weitere Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge auszusprechen, insbesondere für betriebliche Gesundheitsprogramme,
  • Regeln und Erkenntnisse zu sonstigen arbeitsmedizinischen Präventionsmaßnahmen nach § 1 Abs. 3 zu ermitteln, insbesondere zur allgemeinen arbeitsmedizinischen Beratung der Beschäftigten,
  • das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in allen Fragen der arbeitsmedizinischen Vorsorge sowie zu sonstigen Fragen des medizinischen Arbeitsschutzes zu beraten.

Der AfAMed besteht aus zwölf fachkundigen Vertretern der Arbeitgeber, der Gewerkschaften, der Länderbehörden, der gesetzlichen Unfallversicherung und weiteren fachkundigen Personen, insbesondere der Wissenschaft sowie zwölf stellvertretenden Mitgliedern.

Nähere Informationen zum AfAMed siehe: www.baua.de/afamed

Folgende Informationen und Mitteilungen aus der Arbeit des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) sind erhältlich unter:
http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Ausschuesse/AfAMed/aus-dem-AfAMed.html

  • AMR Nr. 2.1 Fristen für die Veranlassung/das Angebot von arbeitsmedizinischen Vorsorgeunters
  • AMR Nr. 3.1 Erforderliche Auskünfte/Informationsbeschaffung über die Arbeitsplatzverhältnisse
  • AMR Nr. 5.1 Anforderungen an das Angebot von arbeitsmedizinischer Vorsorge
  • AMR Nr. 6.1 Fristen für die Aufbewahrung ärztlicher Unterlagen
  • AMR Nr. 6.2 Biomonitoring
  • AMR Nr. 6.3 Vorsorgebescheinigung
  • AMR Nr. 6.4 Mitteilungen an den Arbeitgeber nach § 6 Absatz 4 ArbMedVV
  • AMR Nr. 13.1 Tätigkeiten mit extremer Hitzebelastung, die zu einer besonderen Gefährdung führen können
  • AMR Nr. 14.1 Angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens
  • AMR Nr. 14.2 Einteilung von Atemschutzgeräten in Gruppen

Psychische Gesundheit im Betrieb - Arbeitsmedizinische Empfehlung:
http://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/a450-psychische-gesundheit-im-betrieb.html
Zitat (BMAS): "Das Thema psychische Gesundheit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Was stärkt unsere Psyche, was schadet ihr, was tun, wenn Störungen auftreten? Auch wenn die Ursachen vielfältig sein können, müssen sich Arbeitsschützer und Arbeitsmediziner mit dem Thema befassen. Der Ausschuss für Arbeitsmedizin beim BMAS hat eine arbeitsmedizinische Empfehlung dazu entwickelt. Sie beschreibt, welchen Beitrag Betriebsärzte zum Erhalt und zur Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Beschäftigten leisten können. Dieses gemeinsame Konzept der Sozialpartner, Länder, Unfallversicherungsträger, der Bundesärztekammer und hochrangiger Praktiker und Wissenschaftler der Arbeitsmedizin ist bisher einzigartig in Deutschland."

Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit - Arbeitsmedizinische Empfehlung:
http://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/a452-beschaeftigungsfaehigkeit.html
Zitat (BMAS): "Der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit bedeutet, den sich wandelnden Arbeits- und Kompetenzanforderungen über ein ganzes Erwerbsleben hinweg gerecht werden zu können und im Sinne der Teilnahme und Teilhabe am Erwerbsprozess aktiv zu bleiben. Dieses Handlungsfeld erfordert eine professionelle Kooperation zwischen Arbeitsmedizinern, Sicherheitsfachkräften, Führungskräften, Planern, Ergonomen, Personalentwicklern, der operativen Personalarbeit und Betriebs-/Personalräten. Die vorliegenden Empfehlungen richten sich insbesondere an Betriebsärzte, darüber hinaus aber auch an die betrieblichen Sozialpartner, weitere Präventionsexperten, betriebliche Entscheidungsträger sowie an Prävention interessierte Beschäftigte."

Arbeitsmedizinische Empfehlung (AME):
http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Ausschuesse/AfAMed/AME.html
Arbeitsmedizinische Empfehlungen (AME) beruhen auf gesicherten arbeitsmedizinischen Erkenntnissen. Sie werden vom Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) aufgestellt oder angepasst und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlicht. Im Gegensatz zu den Arbeitsmedizinischen Regeln (AMR) haben AME keine Vermutungswirkung, sondern allein Empfehlungscharakter.

Zeitarbeit - Arbeitsmedizinische Empfehlung:
http://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/a451-zeitarbeit-arbeitsmedizinische-empfehlung.html
Zitat (BMAS): "(...) Der Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine arbeitsmedizinische Empfehlung zur Zeitarbeit entwickelt. Sie beschreibt, welchen Beitrag arbeitsmedizinische Prävention zur Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes von Zeitarbeitsbeschäftigten leisten kann. Die arbeitsmedizinische Empfehlung (AME) "Zeitarbeit" stellt eine Handlungshilfe sowohl für das Entleih- als auch für das Verleihunternehmen dar. Sie richtet sich an Arbeitgeber und Betriebsärzte/Betriebsärztinnen. Als Information kann sie ebenso vom Betriebsrat und der Fachkraft für Arbeitssicherheit oder dem Sicherheitsbeauftragten/der Sicherheitsbeauftragten genutzt werden. Auf der Basis von rechtlichen Grundlagen und einer Skizzierung des Problemfeldes findet der Leser im Kapitel „Handlungsanleitung“ dargestellt, welche Bedeutung die Kernpunkte dieser Empfehlung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz von Zeitarbeitsbeschäftigten haben und welche jeweils konkrete Vorgehensweise empfohlen wird. Am Ende sind Literatur und sonstige Hinweise aufgeführt. Im Anhang findet sich das Muster einer Arbeitsschutzvereinbarung als PDF-Download. (...)"

Weitere Informationen des AfAMed:
http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Ausschuesse/AfAMed/aus-dem-AfAMed.html

  • Arbeitsmedizinische Prävention – Fragen und Antworten (FAQ)
  • Bekanntmachung von Empfehlungen für Biomonitoring bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen
  • Begründungen für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen bei der Exposition gegenüber biologischen Arbeitsstoffen nach der Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)
  • Resolution zur Sicherung des arbeitsmedizinischen Nachwuchses