Anlagensicherheit

Die Sicherheit von Industrieanlagen ist ein wichtiges Thema für die deutsche Chemieindustrie. Durch Verwendung gefährlicher Stoffe und verfahrensbedingte Betriebszustände können Gefahrenpotentiale entstehen. Zweck der Anlagensicherheit ist es, das Auftreten von gefährlichen Ereignissen zu verhindern bzw. deren Schadensausmaß für Mensch und Umwelt zu minimieren.

Übersicht Anlagensicherheit

Prozesssicherheit/Störfallrecht

Die Vorgaben der Störfallverordnung (12. BImSchV) haben zum Ziel, von Anlagen ausgehende Störungen mit gefährlichen Stoffen zu verhindern oder deren Folgen für Mensch und Umwelt zu begrenzen. Mit der Störfallverordnung soll in der gesamten Gemeinschaft konsequent und wirksam ein hohes Maß an Schutz gewährleistet werden. Die Sicherheit von technischen Anlagen ist vor allem eine Aufgabe der Anlagenbetreiber.

Prozesssicherheit/Störfallrecht

Externe Gefahren (z. B. Erdbeben)

Zu den allgemeinen Betreiberpflichten der Störfallverordnung gehört auch die Berücksichtigung von umgebungsbedingten Gefahrenquellen, wie z. B. Erdbeben, es sei denn, dass diese Gefahrenquellen als Störfallursache vernünftigerweise ausgeschlossen werden können. Somit wird auch bei den umgebungsbedingten Gefahrenquellen das Ziel der Störfallverordnung von Anlagen mit erhöhtem Gefahrenpotenzial ausgehende Störungen zu verhindern oder ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu begrenzen, verfolgt.

Externe Gefahren (z. B. Erdbeben)

Überwachungsbedürftige Anlagen

Das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) ersetzt seit dem 01. Dezember 2011 das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG). Es regelt die Sicherheitsforderungen von technischen Arbeitsmitteln und Verbraucherprodukten. Das ProdSG regelt auch das Inverkehrbringen verschiedener Produkte, die besondere Sicherheitseigenschaften erfüllen müssen sowie die Errichtung und den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen, die gewerblichen oder betrieblichen Zwecken dienen.

Überwachungsbedürftige Anlagen

Notfallmanagement

Die Störfallverordnung verpflichtet Betreiber von gefährlichen Anlagen, interne Alarm- und Gefahrenabwehrpläne zu erstellen sowie den zuständigen Behörden die notwendigen Informationen für die Erstellung eines externen Abwehrplans zur Verfügung stellen. Die Gefahrenabwehr obliegt den Werk- bzw. den öffentlichen Feuerwehren, die per Gesetz mit Sonderweisungsrechten gegenüber dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern ausgestattet sind.

Notfallmanagement

Standort Security

Größtmögliche Sicherheit zu schaffen ist ein elementares Anliegen der chemischen Industrie. Dieses Ziel umfasst auch die Sicherheit von Produktionsanlagen und Lagereinrichtungen gegen Terroranschläge. Unmittelbar nach den Anschlägen in den USA am 11. September 2001 wurde das Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG) durch das Terrorismusbekämpfungsgesetz vom 09.01.2002 auf Personen erweitert, die an lebenswichtigen Einrichtungen sicherheitsempfindliche Tätigkeiten ausüben. Darunter können auch Betriebsbereiche nach Störfallverordnung mit erweiterten Pflichten fallen.

Standort Security

Anlagentechnik

Die Anlagentechnik wird durch eine Vielzahl von Verordnungen insbesondere unterhalb des Produktsicherheitsgesetzes sowie den dazugehörigen Technischen Regeln und Normen geregelt.

Anlagentechnik