Politikbrief „Klarer Kurs für den Standort"

Nach einem schwierigen und langwierigen Start in die 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags wirbt die Chemie für einen klaren Kurs für den Industriestandort Deutschland: Die Standortqualität durch Forschungsförderung und wettbewerbsfähige Energiepreise zu sichern, eine moderne Landwirtschaft und hochwertige Gesundheitsversorgung zu unterstützen und die Chancen des Zeitalters 4.0 zu nutzen sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Herausforderungen, die derzeit zu bewältigen sind, um Beschäftigung, Wohlstand und damit Zukunftsfähigkeit am Standort Deutschland zu sichern.

VCI-Politikbrief „Industrie - Klarer Kurs für den Standort

Publikation
11 Seiten / DIN A4

Zielgruppe:
Entscheider in der Europa-, Bundes- und Landespolitik

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Aus dem Inhalt

  • Steigender Wettbewerbsdruck: Standortqualität sichern
  • Industriepolitik: Wichtige Reformen angehen
  • Energie und Klima: „Nachhaltigkeit“ endlich ernst nehmen
  • Forschungspolitik: Im globalen Wettbewerb mithalten
  • Gesundheitspolitik: Hochwertige Versorgung sicherstellen
  • Agrarpolitik: Moderne Landwirtschaft fördern
  • Steuerpolitik: Hürden beseitigen, um Investitionen zu ermöglichen
  • Handelspolitik: Offene Märkte und internationale Regeln stärken
  • Schlaglichter: Anker des Industriestandorts

Infografiken

Der Poltikbrief enthält eine Reihe von Infografiken, die die darin enthaltenen Aussagen und Anliegen der Chemie- und Pharmabranche anschaulich illustrieren. Hier gibt es die animierten Fassungen:

Noch ist Deutschland ein Industrieland

Anteil der Industrie an der gesamten Bruttowertschöpfung, 2016 (* 2015), in Prozent; Quelle: OECD

Im Vergleich mit anderen Industriezweigen ist Deutschland das Land mit dem höchsten Anteil an der Bruttowertschöpfung: Die Industrie trägt hierzulande 22,9 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei - das ist ein Drittel mehr als im EU-Durchschnitt. - Copyright: VCI

Strompreise auf Rekordhöhe

In den vergangenen 20 Jahren pendelten die Kosten für Beschaffung, Netzentgelt und Vertrieb von Industriestrom um ein in etwa gleichbleibendes Niveau. Die Kosten für Steuern, Abgaben und Umlagen dagegen stiegen erheblich: 1998 machten sie gerade einmal 2 Prozent der Gesamtkosten aus, heute ist es mehr als die Hälfte. - *mittelspannungsseitig versorgte Industrie, inklusive Stromsteuer; Jahresverbrauch von 160 bis 20.000 MWh. - Copyright: VCI

Deutsche Forschung hat das Nachsehen

Anteil der FuE-Ausgaben im Wirtschaftssektor, der direkt und indirekt durch den Staat unterstützt wird, als Anteil am BIP, 2015 (* 2014, ** 2013); Quellen: OECD, VCI

Zahlreiche Staaten fördern Innovationsleistungen über Steuernachlässe. Hierzulande gewährt die Bundesregierung jedoch nur Unterstützung für Projektmittel - mit der Folge, dass Deutschland im globalen Innovationswettbewerb an Boden verliert. - Copyright: VCI

Innovationskraft: Pharma führend

Anteil der internen bzw. externen FuE-Aufwendungen am Umsatz in Prozent, 2016; Quellen: Stifterverband, VCI

2016 betrugen die Ausgaben der Pharmahersteller für Forschung und Entwicklung rund 6,5 Milliarden Euro. Das entsprach fast 13 Prozent des Umsatzes - deutlich mehr als in anderen Wirtschaftszweigen. - Copyright: VCI

Verfügbare Ackerfläche pro Kopf geht zurück

Weltbevölkerung und Ackerfläche pro Kopf, 1960-2010; Quelle: FAO

Seit 1960 hat sich die Weltbevölkerung mehr als verdoppelt und die pro Kopf verfügbare Ackerfläche halbiert. Um eine angemessene Lebensmittelversorgung für immer mehr Menschen sicherzustellen, sind breite Ertragssteigerungen mithilfe moderner Agrarchemie unerlässlich. - Copyright: VCI

Digitale Tranformation der Chemie

Die Verknüpfung von digitalen Dienstleistungen mit Produkten ist der Schlüssel für zusätzliche Wertschöpfung. Die deutsche Chemie plant, in den nächsten Jahren erheblich in Digitalisierungsprojekte und neue digitale Geschäftsmodelle zu investieren. - Copyright: VCI

Chemie: Innovationsmotor einer zirkulären Wirtschaft

Das Konzept einer zirkulären Wirtschaft geht über klassisches Recycling hinaus. Es schließt alle Maßnahmen ein, die das Wirtschaftswachstum vom Verbrauch endlicher Ressourcen entkoppeln, und hat starken Einfluss auf Produktportfolios und Geschäftsmodelle. VCI

Mehr zum Thema

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Attila Gerhäuser

E-Mail: gerhaeuser@bruessel.vci.de

Norbert Theihs

E-Mail: theihs@berlin.vci.de