Studie von ZEW und CWS im Auftrag des VCI

Chemie und Pharma 2021

Publikation

Innovationen bringen Chemie und Pharma erfolgreich durch die Corona-Krise. Zu diesem Schluss kommt die diesjährige Studie „Innovationsindikatoren Chemie und Pharma 2021, Schwerpunktthema: Corona-Pandemie und Innovationen in Chemie und Pharma“, des Centers für Wirtschaftspolitische Studien (CWS) der Universität Hannover und des ZEW Mannheim im Auftrag des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).

Publikation
36 Seiten / DIN A4
Zielgruppe
Mitgliedsunternehmen, Ministerien, Behörden, Politiker, Medien, breite Öffentlichkeit
Innovationsindikatoren Chemie und Pharma 2021

Corona als Hemmnis und Impuls für Innovationen

Die Corona-Pandemie hat seit dem Frühjahr 2020 die Innovationsaktivitäten in der Chemie- und Pharmaindustrie wesentlich geprägt. Die Einschränkungen in den wirtschaftlichen Aktivitäten aufgrund der Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung erschwerten die Fortführung von FuE-Projekten und die Einführung neuer Produkte und Verfahren. Die Reisebeschränkungen machten vor allem internationale FuE-Aktivitäten schwieriger. Durch die vermehrte Homeoffice-Tätigkeit kam es seltener zu einem persönlichen Austausch zwischen Forschern, was die Hervorbringung neuer Innovationsideen bremsen kann. Gleichzeitig kam beiden Branchen eine zentrale Rolle in der Bereitstellung von Produkten zur Pandemie-Bekämpfung zu. In der Pharmaindustrie betraf die allen voran die Entwicklung von Impfstoffen und Therapeutika. In der Chemieindustrie standen die Produktion von Schutzmaterialien (von Desinfektionsmitteln bis zu verschiedenen Schutzausrüstungen) und die Entwicklung von Testmaterialien zur Identifikation von Corona-Viren im Mittelpunkt.


Breites Bündel an Indikatoren

Die Studie stellt erste Erkenntnisse zu den Konsequenzen der Corona-Pandemie auf Bildung, Forschung und Innovation im Bereich Chemie und Pharma dar:

  • Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Entwicklung in verschiedenen Sparten der Chemie- und Pharmaindustrie anhand von Kurzarbeit und Umsatzwerte sowie strategische Reaktionen von Chemie- und Pharmabetrieben auf die Corona-Pandemie
  • Entwicklung der FuE-Ausgaben in den großen deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen im Jahr 2020 auf Basis von Geschäftsberichten
  • Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Innovationsaktivitäten von Chemie- und Pharmaunternehmen auf Basis von Unternehmensbefragungen
  • Wirtschaftliche Entwicklung von Chemie-Startups im Jahr 2020
  • Wissenschaftliche Publikationen zu Covid-19 im Jahr 2020
  • Entwicklung der Studienanfängerzahlen in Chemiefächern im Jahr 2020



Chemie- und Pharmaindustrie kamen gut durch die Pandemie

Die ersten Erkenntnisse zu den Konsequenzen der Corona-Pandemie auf die Innovationsaktivitäten in der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie zeigen, dass beide Branchen relativ gut durch die Krise gekommen sind:

  • Die direkten wirtschaftlichen Einschnitte waren im ersten Lockdown geringer als in anderen forschungsintensiven Branchen. Die Umsätze überstiegen Anfang 2021 das Niveau von Anfang 2020.
  • Strategisch reagierten die Chemie- und Pharmaunternehmen durch eine besonders intensive Digitalisierung sowie die Neuausrichtung von Absatzwegen und Lieferketten. Viele Innovationsaktivitäten wurden gestreckt oder später begonnen, während gerade in der Pharmaindustrie auch viele neue Innovationsprojekte auf den Weg gebracht wurden.
  • Chemie-Startups kamen ebenfalls gut durch die Pandemie und konnten weiter wachsen. Auch die Anzahl der Neugründungen 2020 blieb hoch.
  • Wissenschaftler aus Deutschland beteiligten sich an den Anstrengungen zur Entwicklung neuer Tests und Impfstoffe. Dabei spielten Kooperationen eine große Rolle.

Pressemitteilung: Innovationen bringen Chemie und Pharma erfolgreich durch die Corona-Krise.

Kontakt

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Dr. Denise Schütz

Kontaktperson

Dr. Denise Schütz

Forschungspolitik (EU), Start-ups, Bildungspolitik (Hochschule), Fonds-Hochschulförderung