Studie von ZEW und CWS im Auftrag des VCI

Innovationsindikatoren Chemie 2019

Der Bericht setzt die regelmäßige Darstellung der Innovationsleistung der deutschen Chemieindustrie fort. Er stellt anhand ausgewählter Indikatoren aktuelle Entwicklungen und Trends bei Forschung und Innovation im Wissenschafts-, Technologie- und Industriefeld Chemie dar. Das Schwerpunktthema der diesjährigen Studie sind Chemie-Startups.

Innovationsindikatoren Chemie 2019

Broschüre
22 Seiten / DIN A4

Zielgruppe:
Mitgliedsunternehmen, Ministerien, Behörden, Politiker, Medien, breite Öffentlichkeit

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Die Studie „Innovationsindikatoren Chemie 2019“ wurde gemeinsam vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW, Mannheim) und vom Center für Wirtschaftspolitische Studien (CWS) der Leibniz Universität Hannover erstellt.

Im jährlichen Standardteil der Studie werden sowohl Indikatoren zur wissenschaftlichen Seite der Chemie beleuchtet als auch Input- und Output-Indikatoren der Innovationsleistung der Chemieindustrie. Untersucht wird dabei die chemische Industrie im engeren Sinne, also ohne die pharmazeutische Industrie. Die chemische Industrie umfasst somit in diesem Bericht die Herstellung von Chemikalien ohne die Herstellung von Arzneimitteln, also Abteilung 20 der Wirtschaftszweigsystematik 2008. Betrachtet werden folgende Aspekte:

  1. Studienanfänger und Studienabsolventen
  2. Lehr- und Forschungspersonal in der Wissenschaft
  3. Wissenschaftliche Publikationen
  4. Berufliche Bildung im MINT-Bereich
  5. Beschäftigung von hochqualifiziertem Personal
  6. FuE-Ausgaben und FuE-Personal der Wirtschaft
  7. FuE-Ausgaben der größten Chemieunternehmen
  8. Innovationsausgaben
  9. Innovations- und Forschungsorientierung der Unternehmen
  10. Patentanmeldungen
  11. Innovationserfolge
  12. Außenhandel mit forschungsintensiven Waren

Schwerpunktthema: Chemie-Startups

Im zweiten Teil widmet sich die Studie den Chemie-Startups in Deutschland. Das „Forum Startup Chemie" und das ZEW haben 281 Chemie-Startups in Deutschland identifiziert, die Anfang 2019 wirtschaftsaktiv waren. Viele Chemie-Start-ups bieten spezialisierte Dienstleistungen an: 34 Prozent erbringen FuE-Dienstleistungen, 13 Prozent sind im Bereich IT-Dienste tätig, 32 Prozent setzen Technologieplattformen und 30 Prozent biotechnologische Verfahren ein. Eine Klassifizierung der Produktangebote der Chemie-Start-ups zeigt, dass über die Hälfte Werkstoffe und Materialien anbieten. Auch viele der auf FuE spezialisierten Start-ups weisen in diesem Bereich Produktangebote auf. Jeweils 20 Prozent bieten Analytik-Dienstleistungen und Softwareprogrammierungsdienste an.

Der mit Abstand wichtigste Zielmarkt von Chemie-Start-ups ist die Chemieindustrie. Vier von fünf - zählen die Chemieindustrie zu ihren Kundenbranchen. Das „Forum Startup Chemie" ist über den hier unterlegten Link erreichbar.

Die Untersuchung von ZEW und CWS zeigt auch, dass die Wagniskapital-Investitionen in deutsche Chemieunternehmen 2018 einen Tiefststand erreichten (2,4 Millionen Euro). In den Jahren 2015 bis 2018 flossen nur 0,3 Prozent der gesamten Wagniskapital-Investitionen in Deutschland in den Bereich Chemie. Deutlich mehr Wagniskapital wurde im gleichen Zeitruam in Deutschland in die Digitalwirtschaft (46 Prozent) sowie in die Biotech- und Gesundheitsbranche (19 Prozent) investiert. In vielen anderen, auch kleineren EU-Ländern wird deutlich mehr Wagniskapital im Bereich Chemie bereitgestellt.

Detaillierte Informationen zu den Studienergebnissen zum Schwerpunktthema Chemie-Startups gibt es auch als komprimierten Auszug über den hier hinterlegten Link und zum Download im Kopf dieser Seite.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Denise Schütz

E-Mail: schuetz@vci.de