Update VCI-Prognos-Studie

Die deutsche chemische Industrie 2030 - Update 2015/2016

Vor dem Hintergrund der globalen Entwicklungen hat der VCI seine Studie „Die deutsche chemische Industrie 2030“ aus dem Jahr 2013 aktualisiert. Ziel ist es, die Zukunft der Branche in einer Welt des Umbruchs mit einem realistischen Szenario zu beschreiben. Die Leitfragen der aktualisierten Zukunftsstudie waren: Wie wird der weltweite Chemiemarkt im Jahr 2030 aussehen? Und wie stellt sich die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland darauf ein?

Studie: Die deutsche chemische Industrie 2030 - Update 2015/2016

Broschüre
45 Seiten / DIN A4

Zielgruppe:
Mitgliedsunternehmen, breite Öffentlichkeit, Politik

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Hintergrund und Zusammenfassung

Die Weltwirtschaft steht vor neuen Herausforderungen. Der Wachstumsmotor China ist ins Stottern geraten. Große Volkswirtschaften wie Brasilien und Russland befinden sich in einer Rezession. Nicht zuletzt sieht sich die Europäische Union mit der Bewältigung der Flüchtlingskrise und der Unsicherheit über den Verbleib von Großbritannien in der EU konfrontiert. Die Schuldenkrise in Griechenland ist ebenfalls noch nicht ausgestanden.

Zu diesen aktuellen Entwicklungen kommen langfristige Megatrends hinzu, die die Weltwirtschaft beeinflussen. Die Weltbevölkerung wächst. 2030 werden nach Schätzungen der UN 8,5 Milliarden Menschen auf der Welt leben (2013: 7,2 Milliarden). Dadurch steigt global die Nachfrage nach Nahrung, Gütern und Dienstleistungen, aber auch das Angebot an Arbeitskräften. Das Bevölkerungswachstum entfällt zu 90 Prozent auf Afrika und Asien, während es in den Industrieländern stagniert und die Gesellschaften rasch altern. Das globale Bevölkerungswachstum wirkt sich positiv auf das Wachstum der Weltwirtschaft aus, stellt aber auch einige Regionen vor große Herausforderungen.

Ein weiterer Trend und Wachstumstreiber ist die schnellere Verbreitung von Technologie und Wissen. Durch Technologietransfer können viele Länder rasch von innovativen Technologien profitieren. Künftig wird es keinem Land gelingen, einen technologischen Vorsprung lange Zeit für sich allein beanspruchen zu können. Dadurch nimmt der Innovationsdruck zu. Zudem werden Digitalisierung und Vernetzung die Wirtschaft in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Wie zuvor schon Dampfmaschine, Elektrizität und Computer wird nun durch die Digitalisierung eine neue Phase der industriellen Revolution ausgelöst (Industrie 4.0). Sie erfasst ganze Wertschöpfungsketten und wird nicht vor den Chemieunternehmen haltmachen. Das ermöglicht branchenübergreifende Innovationen, die das Potenzial haben, bewährte und erprobte Geschäftsmodelle zu erweitern, aber auch zu ersetzen. Die Grenzen zwischen Industrie und Dienstleistungssektor werden dadurch allmählich verschwimmen – bereits heute ist dies zu beobachten.

Anders als von vielen Experten erwartet, wird es im Prognosezeitraum keinen Engpass bei Energie und Rohstoffen geben. Neue Fördertechnologien (Fracking) und der Wettbewerb unter den ölfördernden Staaten haben bereits seit 2014 zu einem Überangebot an Öl und Gas geführt, das einen rapiden Verfall der weltweiten Preise für fossile Energieträger nach sich zog. Mittelfristig wird der Ölpreis zwar wieder steigen. Im Prognosezeitraum bleibt Rohöl dennoch deutlich günstiger als noch in der Vorgängerstudie angenommen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Chemie und das Wachstum Europas werden dadurch insgesamt gestärkt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen hat der VCI seine Studie „Die deutsche chemische Industrie 2030“ aktualisiert. Ziel ist es, die Zukunft der Branche in einer Welt des Umbruchs mit einem realistischen Szenario zu beschreiben. Die Leitfragen der aktualisierten Zukunftsstudie waren: Wie wird der weltweite Chemiemarkt im Jahr 2030 aussehen? Und wie stellt sich die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland darauf ein?

Dynamisches Wachstum der globalen Chemienachfrage

Die Weltwirtschaft wird in den kommenden Jahren ihre derzeitige Schwächephase überwinden. Nach den aktuellen Projektionen wächst die Weltwirtschaft bis 2030 durchschnittlich um 2,5 Prozent pro Jahr. Das ist in etwa die gleiche Dynamik wie im Zeitraum von 2000 bis 2013 – auch wenn dieser Vergleich wegen der Finanzkrise relativiert werden muss.

Allerdings haben sich die Aussichten gegenüber der Vorgängerstudie leicht eingetrübt. Die Weltwirtschaft wird weniger stark zulegen als noch in der ersten Studienfassung prognostiziert (+3,0 Prozent). Vor allem das langfristige Wachstumspotenzial für China und viele Schwellenländer hat sich nach den neuen Berechnungen abgeschwächt. Auch für die USA geht die aktualisierte Studie nun von niedrigeren BIP-Zuwächsen aus. In den betroffen Ländern haben sich auch die Wachstumschancen für die Industrie und damit der Bedarf an Maschinen und Chemikalien abgeschwächt.

Deutschland kann bis 2030 von der weltwirtschaftlichen Dynamik profitieren. Die gesamte Wirtschaftsleistung (BIP) steigt bis 2030 um 1,3 Prozent pro Jahr. Den mit Abstand größten Wachstumsbeitrag liefert zukünftig der private Konsum. Er löst den Außenhandel als Wachstumsmotor der deutschen Volkswirtschaft ab. Auch die Investitionsschwäche wird allmählich überwunden. Die Industrieproduktion kann mit 1,4 Prozent pro Jahr etwas stärker zulegen als das BIP.

Die wesentlichen Wachstumstreiber sind in den einzelnen Regionen unterschiedlich: Während in den Schwellenländern das Bevölkerungswachstum, der Wohlstand und damit auch die Nachfrage nach Alltagsprodukten zunehmen, gewinnen in den Industrieländern Themen wie Energieeffizienz, Umweltschutz und regenerative Energien als Treiber an Bedeutung. Die veränderte Nachfragestruktur führt zu einem kräftigen Wachstum der Industrieproduktion und infolgedessen auch zu einer steigenden Nachfrage nach Chemikalien.

Die gute Nachricht der Studie lautet daher: Die Chemie ist ein dynamischer Wachstumsmarkt. Im Prognosezeitraum steigt die globale Chemienachfrage um 3,4 Prozent und damit schneller als die Industrieproduktion (3,2 Prozent) oder die Gesamtwirtschaft (2,5 Prozent).

Zukunftschancen für die deutsche Chemie

Der weltweite Chemiemarkt ist bis 2030 ein dynamischer Wachstumsmarkt. Er bietet Chancen für die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie, an die Erfolge der Vergangenheit anschließen zu können – sofern die energiepolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nicht weiter schwächen. Der Wettbewerb nimmt an Intensität zu. Deshalb muss die Branche ihre Produktion in Zukunft noch stärker als bisher auf forschungsintensive Spezialchemikalien und Pharmazeutika ausrichten, um ihren Wettbewerbsvorteil zu halten und auszubauen. Sie wird den technologischen Fortschritt vorantreiben und auch die Chancen der Digitalisierung nutzen. Die deutsche Chemie kann mit hochwertigen Lösungen für anspruchsvolle Kunden im Inland und allen Auslandsmärkten punkten. Sie wird dadurch auch künftig weiter wachsen – in einem Verbund von Pharma, Basis- und Spezialchemie. Nach den neuen Berechnungen wächst die deutsche Chemieproduktion im Prognosezeitraum um 1,5 Prozent pro Jahr.

Im Vergleich zur Vorgängerstudie fällt das Wachstum damit leicht niedriger aus. Grund hierfür ist vor allem die schwächere Dynamik auf wichtigen Auslandsmärkten. In der Basischemie hat sich darüber hinaus das Wettbewerbsumfeld stark verändert. Die im internationalen Vergleich hohen Rohstoff- und Energiekosten führen dazu, dass die deutsche Basischemie die Weltmärkte nicht vom Standort Deutschland aus beliefern kann. Der Produktionsverbund, eine der zentralen Stärken der deutschen Chemie, bleibt aber erhalten. Der deutsche und europäische Chemiemarkt wird auch zukünftig mit Basischemikalien aus deutscher Produktion beliefert.

Rohstoffbasis verändert sich

Fossile Rohstoffe – darunter vor allem das Erdölderivat Naphtha – werden bis 2030 der wichtigste Ausgangsstoff für die Branche bleiben. Ihr Anteil an der Rohstoffbasis schwächt sich aber leicht ab. Demgegenüber steigt der Anteil nachwachsender Rohstoffe von derzeit 13 auf 18,5 Prozent (2030).

Um nachwachsende Rohstoffe stärker als heute in die Produktion zu integrieren, sind erhebliche Forschungsanstrengungen nötig. Im Zusammenspiel mit anderen Industrien müssen hierzu neue Wertschöpfungsketten aufgebaut werden. Diese Entwicklung ist aufwändig und geht nicht so schnell voran, wie von vielen erhofft. Gerade in der Basischemie erscheint zum jetzigen Zeitpunkt eine signifikante Substitution der fossilen Rohstoffe durch nachwachsende Rohstoffe bis zum Jahr 2030 wenig wahrscheinlich. Die Verfügbarkeit und der Preis von nachwachsenden Rohstoffen bleiben wegen der Nutzungskonkurrenz (Ernährung vs. Rohstoff) auch zukünftig die limitierenden Faktoren.

Forschungsausgaben steigen

Forschung und Entwicklung sind nicht nur für die Veränderung der Rohstoffbasis nötig. Besonders der globale Wettbewerb erfordert in Zukunft ein insgesamt höheres Innovationstempo. Hinzu kommt der steigende Bedarf an forschungsintensiven Spezialchemikalien. Daher wird die Branche ihre Forschungsausgaben von 10 Milliarden Euro (2013) auf 16,5 Milliarden Euro im Jahr 2030 erhöhen. Der Anstieg fällt niedriger aus, als in der Vorgängerstudie erwartet worden war. Das liegt an dem insgesamt langsameren Wachstum der Chemieproduktion in Deutschland und an dem steigenden Wettbewerbsdruck auf den Forschungsstandort. Andere Regionen und auch die Schwellenländer investieren stark in ihre Chemieforschung. In einigen Kundenbranchen verlagern sich die Produktions- und Forschungszentren immer stärker nach Asien. Die deutsche Chemieforschung folgt in Teilen dieser Entwicklung.

Investitionszurückhaltung in der Chemie

Das langfristige Trendwachstum der Investitionen der deutschen Chemie ist niedrig. Seit 1991 stiegen die Investitionen in Anlagen und Gebäude der Branche um durchschnittlich nur 0,2 Prozent pro Jahr – real gingen die Investitionen sogar um jährlich 1,6 Prozent zurück. Die Gründe sind vielschichtig: In den letzten Jahren hat die chemisch-pharmazeutische Industrie zum einen erhebliche Effizienzgewinne verzeichnet, was Produktionswachstum mit weniger Investitionen ermöglichte. Zum anderen vollzog sich die zunehmende Spezialisierung von der kapitalintensiven Basischemie zu anderen Sparten, die weniger Sachanlageinvestitionen benötigen.

Hauptursache der Investitionszurückhaltung waren aber die im internationalen Vergleich hohen Energie- und Rohstoffpreise. Diese sind gerade in der energieintensiven Chemieindustrie ein wichtiger Standortfaktor. Die Investitionsentscheidungen der Unternehmen fielen daher oftmals zugunsten ausländischer Standorte aus. So stiegen die Investitionen im Ausland seit vielen Jahren deutlich dynamischer als die Investitionen im Inland. Seit 2012 investiert die deutsche Chemie sogar überwiegend im Ausland.

Grundlegende Änderungen der Energie- und Klimapolitik zeichnen sich weder in Berlin noch in Brüssel ab. Insofern werden die Unternehmen in Deutschland auch zukünftig höhere Energie- und Rohstoffkosten schultern müssen als viele Wettbewerber. Häufig wechselnde energiepolitische Vorgaben und unzählige staatliche Eingriffe in den Energiemarkt erzeugen eine anhaltend hohe Planungsunsicherheit in den Unternehmen – und damit Zurückhaltung bei Investitionen. Diese wird sich im Prognosezeitraum fortsetzen.

Politische Implikationen: Intrinsische Stärken und gute Industriepolitik gefragt

Die Aktualisierung der 2030-Studie zeigt: Deutschland bleibt auch in Zukunft einer der bedeutendsten Chemiestandorte der Welt. Diese Perspektive muss aber strategisch erarbeitet werden. Die Komponenten einer erfolgversprechenden Strategie für die Branche lauten: Chancen der Globalisierung nutzen, auf Spezialchemikalien und Pharma fokussieren, Innovationsoffensive starten, Ressourceneffizienz erhöhen, Rohstoffbasis diversifizieren und Produktivität steigern.

Die zweite Voraussetzung dafür, dass sich die deutsche Chemie auf den globalen Märkten mit ihren Produkten durchsetzen kann, sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Zwar sind in Brüssel und Berlin mit der Initiative „Better Regulation“ oder dem Bündnis „Zukunft der Industrie“ durchaus positive Ansätze erkennbar. Aber darüber hinaus hat sich das politische Umfeld für industrielle Produktion kaum verbessert. Insbesondere die Energie- und Klimapolitik bleibt die Achillesferse der deutschen Industrie. Denn Energiekosten sind ein wichtiger Faktor im globalen Standortwettbewerb. Die Nachteile des Standorts Deutschland bei den Energie- und Rohstoffkosten im Prognosezeitraum dämpfen die Entwicklungsmöglichkeiten für die deutsche Chemieindustrie. Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung ist eine Zukunftsfrage für den Industriestandort. Daher plädiert der VCI für eine grundlegende Reform des Erneuerbare-EnergienGesetzes in der nächsten Legislaturperiode, die Ausbau und Preise wirtschaftlich und kosteneffizient gestaltet.

Handlungsbedarf für die Politik besteht auch beim Thema Innovationsfähigkeit. Die VCI Studie „Innovationen den Weg ebnen“ hat gezeigt, dass es eine Reihe von externen Hemmnissen gibt, die den Weg innovativer Produkte vom Labor zum Markt unnötig erschweren. Hier messbare Fortschritte zu erreichen, zahlt sich für Unternehmen und Kunden aus.

Inhaltsverzeichnis der Studie

WELTWIRTSCHAFLTICHES UMFELD

  • Die globalen Megatrends
    • Wachsende und alternde Weltbevölkerung
    • Globalisierung verliert an Tempo
    • Schnellere Verbreitung von Technologien und Wissen
    • Kein Engpass bei Energie und Rohstoffen bis 2030
    • Umwelt- und Klimaschutz gewinnen weltweit an Bedeutung
    • Staatsverschuldung hemmt Wachstum
  • Weltwirtschaftliche Dynamik lässt allmählich nach
  • Industrialisierung der Schwellenländer hält an
  • Chemische Industrie global
    • Schiefergas führt zur Renaissance der US-Chemie
    • EU-Chemie wächst dank innovativer Spezialchemie und Pharmazeutika

ENTWICKLUNG IN DEUTSCHLAND BIS 2030

  • Binnenwirtschaft gewinnt an Bedeutung
  • Industrie bleibt zentrale Stütze der deutschen Wirtschaft

WACHSTUMSCHANCEN FÜR DIE DEUTSCHE CHEMIE

  • Chemieindustrie bleibt ein attraktiver Arbeitgeber
  • Deutsche Chemie wird immer effizienter
  • Diversifizierung der Rohstoffbasis wird vorangetrieben
  • Forschungsetats werden erhöht
  • Investitionszurückhaltung hält an

FAZIT

PROJEKTANSATZ UND METHODIK

ABBILDUNGS- und TABELLENVERZEICHNIS

Service für die Mitgliedsunternehmen des VCI

Ergänzend zur Studie bietet der VCI seinen Mitgliedern sämtliche Grafiken daraus in Form einer PowerPoint-Foliensammlung an (ergänzend auch im PDF-Format). Im Foliensatz sind nicht nur alle Grafiken der Studie enthalten. Die Folien sind auch mit Botschaften und den wichtigsten Ergebnissen der Studie versehen. Sie sollen es erleichtern, diese Erkenntnisse in eigenen Vorträgen zu verwenden und zu erläutern. Ebenso erlaubt es die Grafiksammlung, einzelne Aspekte der Studie herauszugreifen und eingehender zu beleuchten, so dass die Studieninhalte unternehmensindividuell ausgewertet werden können.Vorträge zu den Inhalten der Studien und individuelle Auswertungen sind damit ohne Weiteres möglich.

Hier geht es zur Grafik-Sammlung für VCI-Mitglieder (Login erforderlich).

Zum "Making of" der Studie

Die vorliegende Studie entstand in enger Kooperation des Wirtschaftsinstituts Prognos mit dem VCI. Die Studie wurde weitgehend im Jahr 2015 erstellt. Das Basisjahr für die Prognose ist 2013. Dies entspricht dem aktuellen Stand der amtlichen Statistik zur Zeit der Modellberechnungen. Ziel des Projektes war die Aktualisierung der Langfristprognosen für die deutsche Chemieindustrie bis zum Jahr 2030. Auf der Grundlage der umfassenden und detaillierten Prognose- und Simulationsmodelle der Prognos AG und der Expertise aus VCI-Mitgliedsunternehmen, Landes- und Fachverbänden sowie europäischen Chemieverbänden ist es gelungen, ein detailliertes Zukunftsbild der chemischen Industrie zu zeichnen. Wie schon bei der Vorgängerstudie haben wir uns der Prognose auf zwei Wegen genähert:

  • zum einen mit Hilfe eines Top-down-Ansatzes (Prognos-Modell „VIEW“), der sich der chemischen Industrie von oben nähert und die Makroperspektive repräsentiert. Ausgehend von den globalen Megatrends ermöglicht diese Herangehensweise eine detaillierte Prognose der Weltwirtschaft von der Gesamtwirtschaft bis hin zu den Entwicklungen in einzelnen Industriebranchen. Dieses Vorgehen wird der starken internationalen Verflechtung der chemischen Industrie gerecht.

  • zum anderen mit Hilfe eines Bottom-up-Ansatzes (VCI-Prognos-Branchenmodell „Chemie“). Von den einzelnen Produktgruppen ausgehend ermöglicht diese Mikroperspektive, divergierende Entwicklungen innerhalb der Chemie und Veränderungen der Wettbewerbsfähigkeit der Chemiestandorte in der Prognose zu berücksichtigen. Darüber hinaus liefert das Branchenmodell „Chemie“ neben der Prognose von Produktion und Handelsströmen auch Entwicklungen für andere Branchenindikatoren wie Beschäftigung, Forschungsetats, Investitionen oder Energieverbrauch.

Das Prognos-Makromodell VIEW
Die Prognos AG verfügt mit VIEW über ein globales Prognose- und Simulationsmodell, welches detailliert und konsistent die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft darstellt. Interaktionen und Rückkopplungen zwischen den einzelnen Ländern werden in dem Modell explizit erfasst und modelliert. Seine analytische Aussagekraft geht daher weit über die isolierter Ländermodelle mit exogen gegebenen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hinaus. In der aktuellen Version umfasst VIEW die 42 bedeutendsten Länder der Welt und damit über 90 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dipl.-Volksw. Christian Bünger

E-Mail: buenger@vci.de

Dr. Henrik Meincke

E-Mail: meincke@vci.de