Bericht über das Datenjahr 2017

Responsible-Care-Bericht 2018

Der Bericht 2018 erläutert die Ergebnisse zum Datenjahr 2017. Die Datenerhebung des VCI ist Gegenstand einer Validierung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers im Rahmen eines Audits über das deutsche Responsible-Care-Programm. Daten aus dem gesetzlich vorgeschriebenen PRTR-System des Umweltbundesamtes ergänzen die Berichterstattung. Der Bericht erscheint zum sechsten Mal im Lichte der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³. In der Rubrik „VCI-Responsible-Care-Projekte“ wird über eine Auswahl aktueller Projekte des Chemieverbandes und seiner Fachverbände berichtet.

Responsible-Care-Bericht 2018 über das Datenjahr 2017
© VCI

Publikation
28 Seiten / DIN A4

Zielgruppe:
Mitgliedsunternehmen, breite Öffentlichkeit

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Über diesen Bericht

Dieser Bericht erläutert die Ergebnisse der Responsible-Care-Datenerhebung über das Datenjahr 2017. Die Datenerhebung und die Berichterstattung des VCI orientieren sich an den Kriterien der „Global Reporting Initiative" (GRI): Ausgewogenheit, Vergleichbarkeit, Genauigkeit, Aktualität, Klarheit und Verlässlichkeit. Für die Datenerhebung 2017 wurde die im Vorjahr modernisierte Datenbank genutzt. Daher kann es zu geringfügigen Abweichungen gegenüber den in den Vorjahren kommunizierten Daten kommen.

Dieser Bericht wurde einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer gewissen Sicherheit hinsichtlich der Verfahren und Maßnahmen seiner Erstellung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH unterzogen. Das Ergebnis in Form eines Prüfungsvermerks kann auf den Seiten 20 bis 23 des Berichts eingesehen werden.

Diese klassische VCI-Datenumfrage entstand auf Grundlage der deutschen und internationalen Key-Performance-Indikatoren (KPI) für Responsible Care (RC) des Weltchemieverbandes ICCA. Mit diesem Bericht kommt der VCI seinen Berichtspflichten aus den deutschen und internationalen RC-Leitlinien und -Vorgaben nach. Ergänzt wird der Bericht um wesentliche Entwicklungen im Rahmen der RC-Initiative aus den Jahren 2017 und 2018.

Die vom VCI erhobenen Daten decken im mehrjährigen Mittel rund 70 Prozent der Belegschaftsstärke der VCI-Mitgliedsunternehmen ab. Im internationalen Vergleich ist die Beteiligung von Unternehmen an der RC-Datenerhebung in Deutschland gleichwohl hoch.Schwankungen der zurückliegenden Jahre können auf die heterogene Zusammensetzung der VCI-Mitgliedschaft zurückzuführen sein. Denn unter den Mitgliedern des VCI befinden sich zahlreiche Unternehmen, die nicht mehr zur klassischen Chemieindustrie zählen und deshalb in anderen nationalen RC-Programmen bereits zur Lieferkette gezählt werden..

Der Bericht wird zum sechsten Mal im Lichte der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie3 veröffentlicht. Mit Chemie3 will die deutsche chemische Industrie ihre Beiträge zur Nachhaltigkeit darlegen. Responsible Care deckt dabei die Umwelt- und Sicherheitsaspekte von Chemie3 weitgehend ab und liefert darüber hinaus Beiträge zu ökonomischen oder sozialen Aspekten der Nachhaltigkeitsinitiative.

Die Daten, die die Unternehmen verpflichtend in das Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister PRTR des Umweltbundesamtes (UBA) zu Umweltemissionen melden müssen, ergänzen diesen Bericht und liegen bis einschließlich 2016 vor. Die Daten des UBA sind auf Grundlage einer Sonderauswertung des VCI repräsentativ für die Chemie in Deutschland und schließen die Chemieparks ein. Sie sind in Bezug auf die Grundgesamtheit der chemischen Industrie einvernehmlich mit dem UBA angepasst. Damit soll die Vergleichbarkeit mit früheren freiwilligen Datenerhebungen verbessert werden. Die Anpassung betrifft die Einbeziehung der Chemieparks und deren Emissionsdaten. Im amtlichen Register werden diese Chemieparks nicht der chemischen Industrie, sondern anderen Branchen zugeordnet.

Diese Aspekte unterlegt der Bericht mit Daten und Fakten:

  • Nachhaltigkeit und Responsible Care:
    Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen („Sustainable Development Goals") prägen Responsible Care
  • Ergebnisse der Responsible-Care-Umfrage zu:
    • Dialog, Managementsysteme
    • Anlagensicherheit, Werkfeuerwehren
    • Transportsicherheit - Transport von Chemikalien, Leitlinien zum Gefahrguttransport
    • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
    • Produktverantwortung, Wassernutzung, Energieverbrauch
    • Nanomaterialien
  • Umsetzungshilfen: VCI-Leitfäden
  • Leitlinien: Die elf Leitlinien des deutschen Responsible-Care-Programms
  • Responsible-Care-Wettbewerb 2018: Im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen
  • Responsible Care in der Praxis: Projekte
  • Daten aus dem Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister PRTR des Umweltbundesamts - Grafiken zu:
    • Abfall zur Beseitigung
    • Freisetzung in die Luft: Stickoxide (NOx/NO2, Schwefeloxide (SOx/SO2), flüchtige organische Verbindungen (NMVOC)
    • Freisetzungen/Direkteinleitungen in Gewässer: Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC), Gesamtstckstoff
    • Freisetzungen/Direkteinleitungen in Gewässer: Gesamtphosphor, adsorbierbare organisch-gebundene Halogene (AOX)

In der Rubrik „VCI-Responsible-Care-Projekte“.wird über eine Auswahl aktueller RC-Projekte des VCI und seiner Fachverbände berichtet. Vorgestellt wird dieses Jahr die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Industrieverbands Körperpflege und Waschmittel (IKW) in den Bereichen Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel. Aus diesen Bereichen werden das „Forum Waschen", die Initiative „Nachhaltiges Waschen und Reinigen" sowie eine Pilotstudie von Cosmetics Europe, dem Verband der europäischen Kosmetikindustrie, zur Ermittlung des Umwelt-Fußabdrucks von Shampoo skizziert, ebenso Möglichkeiten zur Optimierung dieses Fußabdrucks basierend auf dem Lebenszyklusprofil von Shampoo. Berichtet wird außerdem über das VCI-Projekt „Gesundheitliche Bewertung, Exposition und Umwelteffekte von Nanomaterialien" und dessen Fortführung sowie über das Chemiewaffenübereinkommen (CWÜ), das 2017 sein 20-jähriges Bestehen feierte.

Zur Auditierung des Responsible-Care-Berichts

Das aktuelle Audit für die Responsible-Care-Datenerhebung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH ist erfolgreich abgeschlossen worden. Der Auditor kam zum angestrebten „Uneingeschränkten Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit“, international als „Limited Assurance" bezeichnet. Damit durchlief der VCI zum elften Mal erfolgreich eine Auditierung seiner RC-Datenerhebung und ausgewählter Projekte. 2007 war durch die Deloitte Cert Umweltgutachter GmbH eine erste Third-Party-Verifizierung erfolgt.

Der VCI hat in der internationalen Responsible-Care-Gemeinschaft damit eine Sonderstellung eingenommen und Vorarbeit geleistet. Üblicherweise werden nicht die Verbände, sondern die Unternehmen auditiert. Dies beginnt mit Selbsteinschätzungen und steigert sich bis zur mehrtägigen Auditierung durch anerkannte Prüfer. Eine Überprüfung der Verbandsleistung für Responsible Care oder die betriebswirtschaftliche Prüfung durch Verfahren und Maßnahmen zur Erstellung der Responsible-Care-Berichte gegen ausgewählte Kriterien der „Sustainability Standards" der „Global Reporting Initiative" sind jedoch Pionierarbeit.

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Ansprechpartner

Monika von Zedlitz

E-Mail: zedlitz@vci.de

Hans F. Daniel

E-Mail: daniel@vci.de