Positionspapier von sieben Chemieorganisationen

Energiespeicher - Der Beitrag der Chemie

In dem gemeinsamen Positionspapier des Koordinierungskreises "Chemische Energieforschung" stellen Experten aus Wissenschaft und Industrie den Entwicklungsstand und die Anwendungsfelder der verschiedenen Möglichkeiten zur Energiespeicherung systematisch vor, bewerten Vor- und Nachteile und weisen besonders auf die Verknüpfungsmöglichkeiten hin. Sie zeigen den aktuellen Handlungsbedarf auf und legen dar, welche konkreten Themen Priorität in Forschung und Entwicklung haben sollten.

Energiespeicher - Der Beitrag der Chemie

Broschüre
20 Seiten / DIN A4

Zielgruppe:
Wissenschaft, Politik, breite Bevölkerung

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Grundlagenforschung für neue Speichertechnologien, eine Datenbasis für die wirtschaftliche Bewertung und ein integriertes System für Strom, Wärme und Mobilität. Das sind die Voraussetzungen dafür, dass die Energiewende erfolgreich umgesetzt werden kann. Zu diesem Schluss kommt das neue Positionspapier „Energiespeicher“ des Koordinierungskreises „Chemische Energieforschung“ .

Nicht zuletzt die Kontroverse um die geplanten großen Stromtrassen hat die öffentliche Diskussion darüber angeheizt, wie Strom aus Wind- und Solaranlagen am besten gespeichert und genutzt werden kann. Speichertechnologien für „Strom“, der nicht direkt genutzt wird, reichen von mechanischen Lösungen wie Pumpspeicherwerken, Druckluftspeichern oder großen Schwungrädern über thermische Speicher, die ähnlich arbeiten wie Nachtspeicheröfen, bis hin zur Speicherung in chemischen Grundstoffen. Hierzu zählen Wasserstoff, Methan oder flüssige Kraftstoffe, aus denen chemische Basischemikalien produziert und außerdem weitere Industriezweige mit dem Speichersystem verknüpft werden können. Bei jedem Umwandlungsschritt geht einerseits Energie verloren, andererseits sind die Einsatzmöglichkeiten von Wärme, Wasserstoff oder Methan wiederum vielfältig. Daher ist die Bewertung sinnvoller Speichermöglichkeiten sehr komplex.

In dem Positionspapier, das sieben Wissenschaftsorganisationen und Verbände, darunter der VCI, gemeinsam erarbeitet haben, stellen die Experten detailliert den technologischen Entwicklungsstand und die potenziellen Anwendungsfelder elektrochemischer Speicher wie Batterien, thermische Speicher wie Salze und spezielle Speichermaterialien, z.B. künstliche Wachse, vor. Sie beschreiben auch die Möglichkeiten industrieller Wärmenetze und stofflicher Speicher, zu denen Umwandlungstechnologien wie Elektrolysen, Methanisierung und die klassische Fischer-Tropsch-Synthese gehören. Darüber hinaus analysieren die Fachleute im Einzelnen die Schnittstellen zwischen den Systemen Elektrizität, Wärme, Mobilität und Produktion. Ihr Fazit: Nur eine integrierte Betrachtung ist sinnvoll; neben der weiteren Forschung zu Energiespeichern werden dafür vor allem technische Daten mit ökonomischer Relevanz benötigt. Erst auf dieser Basis lässt sich bewerten, wie der Überschussstrom mit möglichst hoher Wertschöpfung – und damit wirtschaftlich sinnvoll – eingesetzt werden kann.

Aus dem Inhalt:

  • Übersicht über vorhandene Technologien und Technologie-Optionen
    • Stromspeicher
    • Wärmespeicher
    • Power-to-X und stoffliche Speicher

  • Bewertung
    • Etablierte Speichertechnologien
    • Derzeit in der Entwicklung befindliche Technologien
    • Zukünftige Technologien
    • Verknüpfungsoptionen

  • Handlungsbedarf

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Martin Reuter

E-Mail: reuter@vci.de