Kurzstudie von ZEW und NIW im Auftrag des VCI

Innovationsindikatoren Chemie 2015

Die Studie setzt die regelmäßige Darstellung der Innovationsleistung der deutschen Chemieindustrie fort. Sie stellt anhand ausgewählter Indikatoren aktuelle Entwicklungen und Trends bei Forschung und Innovation im Wissenschafts-, Technologie- und Industriefeld Chemie dar.

© VCI

Broschüre
21 Seiten / DIN A4

Zielgruppe:
Mitgliedsfirmen, Ministerien, Behörden, Politiker, Medien, breite Öffentlichkeit

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Die vorliegende Studie wurde vom VCI in Auftrag gegeben. Erstellt wurde sie vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW, Mannheim) und vom Niedersächsischen Institut für Wirtschaftsforschung (NIW, Hannover).

Sie untersucht die chemische Industrie im engeren Sinne, also ohne die pharmazeutische Industrie. Die chemische Industrie umfasst somit in diesem Bericht die Herstellung von Chemikalien ohne die Herstellung von Arzneimitteln (d.h. nur die Abteilung 20 der Wirtschaftszweigsystematik 2008).

In der Studie werden sowohl Indikatoren zur wissenschaftlichen Seite der Chemie beleuchtet als auch Input- und Output-Indikatoren der Innovationsleistung der Chemieindustrie. Betrachtet werden folgende Aspekte:

  1. Studienanfänger und Studienabsolventen
  2. Lehr- und Forschungspersonal in der Wissenschaft
  3. Wissenschaftliche Publikationen
  4. Berufliche Bildung im MINT-Bereich
  5. Beschäftigung von hochqualifiziertem Personal
  6. FuE-Ausgaben und FuE-Personal der Wirtschaft
  7. Internationalisierung von FuE
  8. Innovationsausgaben
  9. Innovations- und Forschungsorientierung der Unternehmen
  10. Patentanmeldungen
  11. Innovationserfolge
  12. Außenhandel mit forschungsintensiven Waren
  13. Spezialthema: Bedeutung mitteständischer Unternehmen

Bei den Output-Indikatoren werden in Kapitel 10 die Patentanmeldungen untersucht, in Kapitel 11 unter anderem der Umsatzanteil mit neuen Chemieprodukten und Kostensenkungen durch chemiebezogene Prozessinnovationen und in Kapitel 12 Außenhandels- und Welthandelsanteile mit forschungsintensiven Chemiewaren. Kapitel 13 widmet sich dem Spezialthema der Bedeutung mittelständischer Unternehmen für die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit des Chemiestandortes Deutschland.

Einige Highlights aus der Zusammenfassung der Studie:

2013 waren 21.500 Beschäftigte in der deutschen Chemieindustrie in Forschung und Entwicklung (FuE) tätig (6,6 Prozent aller Beschäftigten der Branche). Hinzu kommen 14.000 Wissenschaftler in der Chemie an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Deutschland belegt im internationalen Vergleich sowohl bei den FuE-Ausgaben der Branche als auch bei den Patentanmeldungen in der Chemie und beim Export FuE-intensiver Güter Rang 3.

Der Weltmarktanteil Deutschlands am Export forschungsintensiver Chemiewaren betrug 2014 9,4 Prozent. Besonderes Kennzeichen der Chemieindustrie in Deutschland ist die hohe FuE- und Innovationsorientierung der mittelständischen Unternehmen: 57 Prozent der KMU der Branche forschen kontinuierlich, über drei Viertel führen regelmäßig Innovationen ein.

Bei den wissenschaftlichen Publikationen in der Chemie liegt Deutschland mit einem Anteil von 6 Prozent auf Platz vier (hinter China, den USA und Indien).

Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Dr. Gerd-Ludwig Schlechtriemen

E-Mail: schlechtriemen@vci.de