Die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie

Chemie³ – Fortschrittsbericht 2018 (Kurzfassung)

Mit ihrem zweiten Fortschrittsbericht legt Chemie³, die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie, dar, wo die Chemie- und Pharmaindustrie in Sachen Nachhaltigkeit steht. Erstmals berichtet sie auf Basis von 40 Fortschrittsindikatoren, die in einem intensiven Dialog mit den Mitgliedern und Stakeholdern der Allianz entstanden sind.

Voranschreiten auf dem Weg der Nachhaltigkeit!
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Publikation
12 Seiten / DIN A4

Zielgruppe:
Mitgliedsunternehmen, breite Öffentlichkeit, Politik

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Wichtiger Hinweis

Die voliegende Publikation ist eine Kurzfassung des ausführlichen Fortschrittsberichts 2018, den Sie als vollständige und interaktive Online-Version auf der Website von Chemie3 finden:

www.chemiehoch3.de/fortschrittsbericht

Aus dem Vorwort

"Die Indikatoren greifen die Nachhaltigkeitsthemen auf, die unsere Stakeholder und wir als wesentlich für unsere Industrie ansehen. Sie basieren auf dem allgemeingültigen Nachhaltigkeitsverständnis, das alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Soziales – gleichrangig umfasst. Denn wir wollen Entscheidungen und Handeln in unserer Industrie nicht nur nach reinen Umweltaspekten bewerten, sondern auch danach, ob sie zu mehr Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit, guten Arbeitsbedingungen und positiven Beiträgen für die Beschäftigten und für die Gesellschaft führen. Damit greifen wir die Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs) auf, zu deren Erreichen die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland bereits einen wesentlichen Beitrag leistet und auch zukünftig leisten will.

Mit der Gründung der Initiative Chemie3 haben wir im Jahr 2013 Neuland betreten: Wirtschaftsverband (VCI), Gewerkschaft (IG BCE) und Arbeitgeberverband (BAVC) arbeiten seitdem gemeinsam daran, Nachhaltigkeit als Leitbild in einer ganzen Branche zu verankern. Ein erster Schritt war die Verabschiedung von zwölf „Leitlinien zur Nachhaltigkeit für die chemische Industrie in Deutschland“. Die folgende Entwicklung von Fortschrittsindikatoren war wichtig, um diese Leitlinien konkret und messbar zu machen. Sie zeigen, wo wir bereits gut sind und wo wir besser werden können. Mit jeder weiteren Messung werden wir mehr Vergleichswerte haben und können so die Entwicklung, den „Fortschritt“, sichtbar machen. Vor diesem Hintergrund werden wir die 40 Indikatoren auch als Treiber der weiteren Veränderung nutzen: Gemeinsam mit unseren Mitgliedern – Unternehmen, Verbänden und Beschäftigten – wollen wir auf dieser „Messgrundlage“ Roadmaps entwickeln, die den Handlungsbedarf aufzeigen und konkrete Maßnahmen definieren. Zudem werden wir diese Ergebnisse auch für den Austausch mit unseren Stakeholdern nutzen.

Wir würden uns über Ihr Feedback zum Fortschritt unserer Nachhaltigkeitsarbeit freuen. Werden damit Ihre Erwartungen und Anliegen angemessen adressiert? Wo gibt es aus Ihrer Sicht noch Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung? Welche Prioritäten müssen wir für die weiteren Entwicklungen setzen? Und auf welche Ergebnisse können wir auch mit Recht stolz sein? Schreiben Sie uns gern.

Schon heute können wir für die vergangenen fünf Jahre auf viele kleinere und größere Fortschritte in der Arbeit unserer Initiative zurückblicken. Nicht alles lässt sich in Zahlen ausdrücken. Einen Überblick der bisherigen Aktivitäten und Projekte finden Sie hier. Aber auch in Zukunft haben wir noch viel vor."

Über den Bericht

Der vorliegende Bericht ist der zweite Fortschrittsbericht von Chemie³, der Nachhaltigkeitsinitiative der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland. Gegründet wurde sie 2013. Träger sind der VCI, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) sowie der Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC). Ziel von Chemie3 ist es, Unternehmen der chemischen Industrie dabei zu unterstützen, Nachhaltigkeit als strategisches Instrument bei der Gestaltung von Prozessen und Produkten zu nutzen. Zentrales Element von Chemie³ sind die zwölf „Leitlinien zur Nachhaltigkeit für die chemische Industrie in Deutschland“ .

Um den Fortschritt der Unternehmen beziehungsweise der Branche bei der Umsetzung der Leitlinien zu messen, hat Chemie3 insgesamt 40 Indikatoren erarbeitet und Ende 2016 veröffentlicht. Die Indikatoren erfassen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Sie wurden auf Basis der zwölf Chemie3-Leitlinien für die Nachhaltigkeitsthemen definiert, die sowohl aus Sicht der Branche als auch aus Sicht der Stakeholder als „wesentlich“ oder relevant für die Chemieindustrie angesehen werden. Darüber hinaus wurden zwei Indikatoren aufgenommen, um die Mobilisierungskraft von Chemie3 zu messen. Weitere Kennzahlen zu wesentlichen Themen werden im Rahmen des Responsible-Care-Berichts jährlich veröffentlicht. Responsible Care deckt dabei die Umwelt- und Sicherheitsaspekte von Chemie3 weitgehend ab und liefert darüber hinaus weitere einzelne Beiträge zu ökonomischen oder sozialen Aspekten der Nachhaltigkeitsinitiative. Weitere Informationen zu Responsible Care finden Sie hier.

Die 40 Chemie3-Fortschrittsindikatoren wurden 2018 für das Kalenderjahr 2016 erhoben, größtenteils zum ersten Mal. Es handelt sich um eine sogenannte Nullmessung. Sie bildet die Datenbasis für Vergleiche mit nachfolgenden Erhebungen. Bei abweichendem Berichtszeitraum ist dies jeweils kenntlich gemacht.

Der Bezugsrahmen ist Deutschland, das heißt es werden Unternehmen der chemischen Industrie mit (Produktions-)standorten in Deutschland einbezogen.

Der Organisationsbereich des BAVC umfasst neben der Chemie- und Pharmaindustrie auch Teile der Kautschuk-Industrie und der kunststoffverarbeitenden Industrie. Im Vergleich zur Anzahl der Beschäftigten und der Betriebe, die der VCI repräsentiert, sind die Zahlen des BAVC daher höher.

Diese Übersicht (PDF-Format; Umfang: 3 Seiten) listet die Quellen beziehungsweise Erhebungsarten für die 40 Fortschrittsindikatoren auf.

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Für Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner

Elena Schad

E-Mail: schad@vci.de